LPKF Laser spürt internationale Handelsunsicherheiten
Der deutsche Laserspezialist LPKF Laser musste im dritten Quartal erneut die Auswirkungen der internationalen Unsicherheiten, insbesondere der unvorhersehbaren Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump, zu spüren bekommen. Unternehmenschef Klaus Fiedler betonte in einem Brief an die Aktionäre, dass der exportorientierte Maschinenbau in Deutschland mit externen Herausforderungen konfrontiert sei. Dazu zählten neben der Automobilkrise auch geopolitische Spannungen, steigende Energiekosten und handelspolitische Unsicherheiten, die sowohl das Unternehmen als auch seine Kunden belasten.
Die finanzielle Bilanz spiegelte diese Herausforderungen wider. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehte die Aktie an der Börse schnell ins Minus und erreichte ein Jahrestief. Die Wertentwicklung des Papiers war enttäuschend, da es zuletzt über fünf Prozent auf 6,78 Euro sank. Damit war die Aktie einer der größten Verlierer im Nebenwerteindex SDax. Bereits Mitte September war der Kurs unter sieben Euro gefallen, nachdem die Jahresziele nach unten korrigiert worden waren.
Der Umsatz des Unternehmens verringerte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um über neun Prozent auf 24,8 Millionen Euro. Zudem halbierte sich der Auftragsbestand bis Ende September beinahe auf 32,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch konnte LPKF sein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht verbessern, von minus 0,6 Millionen auf minus 0,1 Millionen Euro.
In die Zukunft blickend, prognostiziert das Management für 2025 einen Konzernumsatz von 115 bis 125 Millionen Euro mit einer Ebit-Marge zwischen null und fünf Prozent. Um die Profitabilität zu steigern, hat LPKF ein Umstrukturierungsprogramm initiiert, das Maßnahmen in den Bereichen Prozesse, Forschung & Entwicklung, Vertrieb, Administration & Infrastruktur sowie Dienstleistungen fokussiert. Ziel ist es, die operative Marge in den zweistelligen Bereich zu heben.

