Lohngefälle zwischen Frauen und Männern bleibt auch 2025 bestehen
Die Kluft zwischen den Geschlechtern bei der Entlohnung zeigt sich in Deutschland weiterhin deutlich. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes verdeutlichen, dass Frauen pro Stunde 22,81 Euro verdienen, während Männer im Vergleich 4,24 Euro mehr erhalten. Somit verharrt der sogenannte Gender Pay Gap unverändert bei 16 Prozent. Dies markiert einen deutlichen Rückgang seit 2006, als die Differenz noch 23 Prozent betrug.
Die Ursache für circa 60 Prozent dieser Lohnlücke liegt in den höheren Teilzeitbeschäftigungsquoten von Frauen und den niedrigeren Gehältern in klassischen Frauenberufen, so das Statistikamt. Dennoch bleibt ein bereinigter Gender Pay Gap von 1,71 Euro oder etwa 6 Prozent bestehen, selbst bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation. Dieser unerklärte Unterschied könnte durch Erwerbsunterbrechungen infolge von Schwangerschaft, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen beeinflusst sein.
Interessanterweise ist die Gehaltsdifferenz im Osten Deutschlands mit 5 Prozent weitaus geringer als im Westen, wo sie bei 17 Prozent liegt. Der öffentliche Dienst zeigt mit einer Differenz von nur 4 Prozent eine geringere Lohnkluft, was die bundesweite Lücke auf 15 Prozent reduzieren würde, würde dieser Sektor einbezogen.

