Lithium Americas: US-Regierung zeigt Interesse an strategischer Beteiligung
Die Aktien von Lithium Americas erlebten einen starken Anstieg im vorbörslichen Handel, nachdem Berichte über das Interesse der Trump-Administration bekannt wurden, eine Beteiligung an dem Unternehmen zu erwerben. Lithium Americas betreibt das Thacker Pass-Projekt, welches das größte Lithiumabbauprojekt der USA werden soll. Reuters berichtete, dass die US-Regierung beabsichtigt, eine Beteiligung von bis zu 10% zu erwerben, als Teil der Neuverhandlungen eines 2,26 Milliarden Dollar Darlehens, das dem Unternehmen vom Energieministerium gewährt wurde. Diese Nachricht beflügelte die Aktien des in Vancouver ansässigen Unternehmens und verhalf ihnen zu einem bemerkenswerten Kurszuwachs.
Zugleich stiegen die Aktien von General Motors leicht an, da sie bereits 38% an dem Projekt halten. Der geplante Abbau im Thacker Pass in Nevada soll in der ersten Phase, die 2028 beginnt, über 40.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr liefern. Dieses Volumen würde ausreichen, um etwa 800.000 Elektrofahrzeuge zu produzieren. Im Gegensatz dazu liegt die derzeitige jährliche Produktion der Albemarle Silver Peak-Mine in Nevada, der einzigen aktiven Lithium-Mine der USA, bei unter 5.000 Tonnen.
Der Vorstoß der Trump-Administration, strategische Beteiligungen zu erwerben, spiegelt sich auch in anderen Branchen wider. Ähnliche Bestrebungen gab es bereits bei MP Materials und Intel, um die heimische Produktion und die globalen Lieferketten zu stärken. In einem sich wandelnden Markt für Lithium und seine Derivate ist eine solche staatliche Beteiligung ein klares Zeichen für die Bedeutung der Ressource in der zukünftigen Energiepolitik der USA.

