Linke startet bundesweite Kampagne gegen Mietwucher
Die Partei Die Linke plant, durch eine breit angelegte Kampagne auf die Problematik des Mietwuchers aufmerksam zu machen. Ein Kernelement dieser Initiative ist die Organisation von Mieterversammlungen in 80 Städten quer durch Deutschland. Hier sollen Mieterinnen und Mieter die Möglichkeit bekommen, eine Einschätzung darüber zu erhalten, ob ihre Miete im regionalen Durchschnitt überhöht ist und ob die Abrechnung der Heizkosten korrekt erfolgt.
Zuvor scheiterte Die Linke mit ihrem Bestreben, die gesetzlichen Strafen für Mietwucher zu verschärfen. Partei-Chef Jan van Aken äußert Unverständnis darüber, dass die CSU im Bundestag gegen den Vorstoß gestimmt hat, obwohl deren Vorsitzender Markus Söder im Bundesrat eine ähnliche Thematik vorangetrieben hat.
Van Aken bezeichnet Mietwucher als gezielte Methode krimineller Vermieter, um hohe Profite zu erzielen. Daher fordert Die Linke drastische Strafen, die als starkes Signal wirken sollen. Im Gespräch sind Bußgelder bis zu 100.000 Euro für diejenigen, die bewusst gegen gültiges Recht verstoßen und illegale Mieten verlangen.

