Leichte Aufwärtstendenz am Wiener Börsenmarkt trotz gemischter Signale
Der Wiener Aktienmarkt hat den Handelstag mit einem leichten Plus abgeschlossen, wobei der ATX-Index um 0,11 Prozent auf 4.523,6 Punkte stieg. Auch der ATX Prime konnte marginal um 0,08 Prozent zulegen. Diese positive Tendenz spiegelt sich im gesamten europäischen Börsenbereich wider, wobei die Investoren vor allem die neuesten Konjunkturdaten im Blick hatten.
Die Stimmungsindikatoren im Dienstleistungssektor der Eurozone zeigten sich leicht verbessert, bleiben aber über der entscheidenden 50-Punkte-Marke, was auf eine rege wirtschaftliche Aktivität schließen lässt. Trotz gestiegener Erzeugerpreise aufgrund teurerer Energie betrachten Experten der Helaba-Bank die veröffentlichten Daten als wenig marktrelevant. Unternehmensseitig war es ein ruhiger Tag ohne neue Quartalszahlen.
Auf Unternehmensnachrichtenebene gab es bei Raiffeisen gemischte Neuigkeiten: Während in einem russischen Rechtsstreit ein Zwischenverkaufsverbot aufgehoben wurde, steht dem Konzern juristischer Ärger durch eine Klage von R-Pharm International bevor. Erwartungsgemäß verlor die Aktie 0,8 Prozent. Die Aktie der Erste Group stagnierte, während Bawag mit einem Rückgang von 1,27 Prozent den Handelstag deutlich ungünstiger beendete. Voestalpine gab um ein Prozent nach.
Hingegen konnte AT&S fast fünf Prozent zulegen und setzt damit eine Erholung fort, während SBO mit einem Plus von 3,4 Prozent glänzte. Auch Mayr-Melnhof, Österreichische Post und VIG verzeichneten Aufschläge zwischen 1,78 und 1,97 Prozent.
Analysen von Deutscher Bank Research führten zu einem gesenkten Kursziel für Andritz, welches nun bei 77 Euro liegt, jedoch bleibt die Empfehlung 'Buy'. Trotz leicht verfehlter Quartalszahlen überraschte der Auftragseingang positiv. Die Titel beendeten den Tag mit einem leichten Plus. Bei Telekom Austria errechnete die Deutsche Bank ein neues Kursziel von 10,60 Euro und stuft die Aktie weiterhin mit 'Hold' ein. Die Papiere gingen dennoch schwächer aus dem Handel.

