LEG Immobilien: Stockender Wohnungsverkauf in einem angespannten Markt
Der Immobiliengigant LEG kämpft mit Herausforderungen beim Verkauf von Wohnungen, da Investoren derzeit eine zurückhaltende Haltung einnehmen. Unternehmenschef Lars von Lackum erläuterte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX, dass langfristige Investoren aktuell verstärkt Zurückhaltung zeigen, sowohl gegenüber individuellen Immobilien als auch dem Immobiliensektor im Allgemeinen, was unter anderem auf die Zinseffekte der großangelegten Investitionen der Bundesregierung zurückzuführen sei.
Während hin und wieder Transaktionen stattfinden, sind diese bei Weitem nicht so umfangreich, wie zu Jahresbeginn erhofft. Lediglich kommerzielle Käufer, wie Family Offices oder institutionelle Investoren aus Deutschland, zeigen Interesse an Mehrfamilienhäusern im Wert von bis zu 50 Millionen Euro. Größere Transaktionen scheitern oft an mangelndem Interesse, wodurch wettbewerbsfähige Preise ausbleiben.
Ein Paradebeispiel hierfür sind die rund 1.500 Ostdeutschland-Wohnungen, die LEG von der Brack Capital Properties erworben hat und ursprünglich als Gesamtpaket verkaufen wollte. Doch der Markt reagierte mit Desinteresse, insbesondere auf die Liegenschaften in Leipzig. Von Lackum räumt ein, dass hier eine Fehleinschätzung vorlag. Dennoch steht LEG unter keinem unmittelbaren Verkaufsdruck und plant, sein Portfolio strategisch durch kleinere Verkäufe ausgewählter Einheiten anzupassen. In der ersten Jahreshälfte wurden bereits 1.800 Wohnungen veräußert, und weitere 5.000 Einheiten stehen im Zuge der Portfoliooptimierung zum Verkauf.

