Lasersysteme als Zukunft der maritimen Verteidigung
Der Fortschritt bei der Entwicklung eines Hochenergie-Laserwaffensystems für die Marine nimmt Gestalt an und könnte ab 2029 einsatzbereit sein, wie das Rüstungsunternehmen Rheinmetall zuversichtlich mitteilt. Diese innovative Technologie verspricht eine kosteneffiziente und leistungsstarke Ergänzung zu traditionellen Lenkflugkörpern und könnte das maritime Arsenal revolutionieren.
Das gemeinsam von MBDA und Rheinmetall entwickelte Lasersystem ist darauf ausgelegt, sowohl Drohnen als auch Schnellboote und konventionelle Lenkflugkörper abzuwehren. Zukünftige Versionen des Systems sollen noch leistungsfähiger werden und gegen Überschall-Lenkflugkörper, Raketen sowie Mörser- und Artilleriegranaten eingesetzt werden können – eine spannende Perspektive für die Modernisierung der Verteidigungstechnik.
Ein Prototyp dieses zukunftsweisenden Systems, auch als "Demonstrator" bekannt, existiert bereits und erzielte 2022/23 erste Erfolge bei Tests auf der Fregatte Sachsen, indem er anfliegende Drohnen erfolgreich abwehrte. Der Prototyp wird nun im Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen weiteren Tests unterzogen, um seine Wirksamkeit auch zur landgestützten Drohnenabwehr zu prüfen. Die Zukunft der Verteidigung könnte damit buchstäblich in Lichtgeschwindigkeit geschrieben werden.

