Landwirte in Frankreich halten trotz Regierungszusagen an Protesten fest
Die Landwirte in Frankreich lassen sich trotz Hilfszusagen der Regierung nicht besänftigen und wollen weiterhin protestieren. Die Straßensperrungen werden vorläufig aufgehoben, sollen jedoch Anfang nächster Woche wieder aufgenommen werden, gab Pierrick Hore, Generalsekretär der Gewerkschaft Junger Landwirte, im Radiosender RMC bekannt. Die Mobilisierung wird ebenfalls von dem Chef der FNSEA, Frankreichs größter landwirtschaftlicher Gewerkschaft, unterstützt.
Arnaud Rousseau, FNSEA-Chef, erklärte in einem Interview mit dem Fernsehsender TF1, dass es viele Forderungen gebe, auf die der Premierminister nicht reagiert habe. Die bisherigen Zusagen würden die Wut der Landwirte nicht besänftigen, daher müsse der Protest fortgesetzt werden. Auch heute waren landesweit noch zahlreiche Autobahnzufahrten blockiert.
Frankreichs Premierminister Gabriel Attal hatte den Landwirten weitreichende Hilfszusagen gemacht, um den anhaltenden Protesten entgegenzuwirken. Dazu gehören die Rücknahme der Besteuerung von Agrardiesel sowie Nothilfen von 100 Millionen Euro für von Unwetter getroffene Landwirte und den Biosektor.
Rousseau äußerte sein Bedauern darüber, dass bisher keine Informationen über die Renten der Landwirte veröffentlicht wurden, obwohl er der Ansicht ist, dass diese zu den am stärksten benachteiligten Gruppen gehören. Landwirtschaftsminister Marc Fesneau versprach heute im Radiosender France Info weitere Maßnahmen.
Die Landwirte in Frankreich lassen sich von den Zusagen der Regierung nicht beeindrucken und setzen ihren Protest fort. Trotz vorübergehender Aufhebung der Straßensperrungen sind weitere Mobilisierungen für Anfang nächster Woche geplant. Die Forderungen nach Rentenverbesserungen und weiteren Hilfsmaßnahmen bleiben bestehen. Die aktuellen Geschehnisse haben Auswirkungen auf die folgenden Aktiennamen: FNSEA (eulerpool-AFX)

