Lam Research: Starke Margen, aber das Wachstum verliert an Tempo
Umsatz legt weiter zu, Wachstum schwächt sich ab
Lam Research aus Fremont (Kalifornien) hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen Umsatz von 5,32 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Plus von 27,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar bleibt das Niveau beeindruckend, doch das Tempo lässt nach: Im Vorquartal lag das Plus noch bei rund 33 Prozent. Damit scheint sich der Aufschwung in der Halbleiterbranche leicht zu verlangsamen, nachdem die Nachfrage nach Speicher- und Fertigungsanlagen im vergangenen Jahr stark angezogen hatte.
Profitabilität auf Rekordniveau
Während das Umsatzwachstum nachlässt, überzeugt Lam Research auf der Ertragsseite. Die Bruttomarge stieg leicht auf 50,4 Prozent, das operative Ergebnis erhöhte sich auf 1,83 Milliarden Dollar. Damit erreicht das Unternehmen eine operative Marge von 34,4 Prozent – nach 33,7 Prozent im Vorquartal und 30,3 Prozent im Vorjahr. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 1,57 Milliarden US-Dollar oder 1,24 Dollar je Aktie.
Cashflow sinkt, China-Abhängigkeit steigt
Der operative Cashflow fiel im Quartal auf 1,78 Milliarden Dollar, nachdem er im Vorquartal noch 2,55 Milliarden betragen hatte. Analysten führen den Rückgang auf höhere Investitionen und gestiegene Lagerbestände zurück. Gleichzeitig bleibt der chinesische Markt für Lam Research von zentraler Bedeutung: Ein erheblicher Anteil des Umsatzes stammt aus der Volksrepublik, wo zahlreiche Kunden von US-Exportbeschränkungen betroffen sind.
Lam Research bleibt profitabel und stark aufgestellt – doch das verlangsamte Wachstum und die zunehmende China-Abhängigkeit werfen Fragen zur Nachhaltigkeit des Erfolgs auf. Anleger beobachten nun gespannt, ob der Halbleiterboom den US-Ausrüster weiter trägt – oder ob geopolitische Risiken künftig stärker auf die Bilanz drücken.


