Kursrückgänge bei Staatsanleihen und politische Unsicherheit in Frankreich
Die deutsche Bundesanleihe erlebte zu Wochenbeginn einen Rückschlag: Der Euro-Bund-Future sank um 0,26 Prozent auf 129,22 Punkte, während die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf 2,75 Prozent anstieg. Diese Entwicklung widerspiegelt die optimistische Stimmung auf den europäischen Aktienmärkten, welche den Anleihemarkt etwas dämpfte. Unterstützung für diese Zuversicht kam von der Industrie in China, während in der Eurozone und den USA keine bedeutsamen Wirtschaftsdaten zur Veröffentlichung standen.
Im Fokus der Marktakteure steht nun der Verbraucherpreisindex der Eurozone, der am Dienstag erwartet wird. Prognosen deuten auf eine Inflationsrate nahe dem Zielwert von zwei Prozent hin.
Experten der Dekabank sehen hingegen auf der anderen Seite des Atlantiks den US-Arbeitsmarkt als spannenden Taktgeber für die geldpolitischen Entscheidungen der Fed Mitte des Monats. Der Arbeitsmarktbericht für August, der am Freitag erwartet wird, dürfte aufgrund eines geringen Beschäftigungsaufbaus die Hoffnungen auf Zinssenkungen weiter bestärken.
In Frankreich steigt derweil die Unsicherheit: Die Renditen französischer Staatsanleihen klettern aufgrund der drohenden politischen Turbulenzen. Premier François Bayrou hat die Vertrauensfrage für den 8. September angesetzt, nachdem er mit seinem Sparhaushalt in der Nationalversammlung keine Mehrheit hat. Erwartet wird ein Regierungswechsel, während die Gewerkschaften bereits landesweite Streiks gegen den Sparkurs angekündigt haben.

