Kurse der US-Staatsanleihen erhalten Rückenwind durch Inflationsdaten
Angesichts der neuesten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten haben US-Staatsanleihen an Attraktivität gewonnen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, legte um 0,24 Prozent zu und erreichte 110,47 Punkte, während die Rendite dieser Anleihen auf 4,43 Prozent sank.
Obwohl die Inflationsrate im Mai erwartungsgemäß leicht auf 2,4 Prozent angestiegen ist, verzeichnete die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, einen Rückgang auf 2,8 Prozent. Dieser Trend stärkt die Erwartungen auf dem Markt hinsichtlich einer möglichen Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed).
Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba, kommentierte, dass trotz der Hinweise auf zollbedingte Preiseffekte eine abwartende Haltung der Fed wahrscheinlich sei, da die Notenbank in Kürze über die Leitzinsen entscheidet. Die Volkswirte der Commerzbank unterstrichen ebenfalls, dass der inflationäre Effekt der Zollmaßnahmen bisher schwächer ausgefallen ist als prognostiziert.
Dies könnte die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Zinssenkung erhöhen, jedoch sei eine solche Entscheidung bereits in der kommenden Woche kaum denkbar. Aus dem internationalen Krisenherd der Handelsgespräche zwischen den USA und China gibt es allerdings kaum signifikante Auswirkungen auf die Märkte.
US-Präsident Donald Trump verkündete eine grundsätzliche Einigung auf den Abbau von Exportbeschränkungen bei seltenen Erden. Die formelle Zustimmung dieser Vereinbarung von ihm und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping steht allerdings noch aus.

