Kupferkonjunktur beflügelt Aurubis: Gewinnprognose überraschend angehoben
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Kupfer und steigende Metallpreise bescheren der Hamburger Kupferhütte Aurubis einen starken Schub. Davon beflügelt, hob das Management am Mittwoch unerwartet seinen Gewinnausblick an. Kupfer bleibt unverzichtbar, insbesondere für den Ausbau alternativer Energien, die Elektromobilität und die Energieinfrastruktur, die den steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren weltweit decken sollen.
Neben Kupfer zeigen sich auch die Preise für Gold und Silber äußerst dynamisch. Silber, als weiteres wichtiges Industriemetall, steht zunehmend im Fokus, während Gold angesichts politischer Unsicherheiten und steigender Staatsverschuldungen, besonders in den USA, als sicherer Hafen stark nachgefragt wird.
In diesem Kontext plant Aurubis, sein operatives Vorsteuerergebnis für das Geschäftsjahr 2025/26, das bis Ende September läuft, nunmehr auf 375 bis 475 Millionen Euro anzuheben, gegenüber den zuvor prognostizierten 300 bis 400 Millionen Euro. Analysten hatten bislang einen Anstieg von 355 auf 393 Millionen Euro prognostiziert.
Obwohl der operative Vorsteuergewinn im ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um fast 20 Prozent auf 105 Millionen Euro sank, übertraf er dennoch die Erwartungen des Marktes. Aurubis investiert derzeit stark in den Ausbau seines Geschäfts, unter anderem in den USA. Die Aurubis-Aktie reagierte mit einem Sprung auf ein Rekordhoch, stabilisierte sich dann jedoch wieder und notierte zuletzt 1,6 Prozent im Plus.

