Künstliche Intelligenz in Schulen: Fluch oder Segen?
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat kürzlich die Auswirkungen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in Bildungsprozessen untersucht. Die Studie deckt auf, dass KI-Modelle wie ChatGPT zwar hilfreiche Werkzeuge beim Bearbeiten von Aufgaben darstellen, jedoch das tatsächliche Lernen beeinträchtigen können. Die Diskrepanz zwischen der Fähigkeit, Aufgaben zu lösen, und echtem Wissenserwerb wird in der aktuellen Analyse hervorgehoben, da die Schülerinnen und Schüler zwar kurzfristig von KI profitieren, aber langfristig an kognitiver Agilität einbüßen könnten.
KI-Modelle, die weitgefächerten Einsatz finden, verhelfen zwar zu besseren Noten bei Aufgaben, verlieren jedoch an Effizienz, wenn deren Nutzung in Prüfungssituationen eingeschränkt ist. Dies zeigt, dass allein die Nutzung von KI-Tools nicht ausreicht, um dauerhafte Lernerfolge sicherzustellen. Die Gefahr besteht, dass Schüler ihre mentale Anstrengung minimieren, was auf lange Sicht den Erwerb wichtiger Fähigkeiten behindern könnte.
Im Gegensatz dazu haben speziell für Bildungszwecke entwickelte KI-Anwendungen das Potenzial, langfristig positive Lerneffekte hervorzurufen. Diese Tools können pädagogische Prozesse unterstützen, insbesondere wenn sie von noch unerfahrenen Lehrkräften eingesetzt werden. Die OECD empfiehlt daher, die Verwendung von KI an Schulen sorgfältig zu gestalten, um den Bildungsprozess zu bereichern, während gleichzeitig die Wichtigkeit menschlicher Interaktion und Anstrengung betont werden sollte.
Die Organisation mahnt, dass das Lernen unabhängig von der Technik im Mittelpunkt stehen muss und die Förderung von Fähigkeiten wie kritischem Denken und grundlegenden Kompetenzen nicht zu kurz kommen darf.

