Kroger hebt Jahresprognose dank robuster Nachfrage an
Der US-Lebensmitteleinzelhändler Kroger hat seine Jahresprognose für den Kernumsatz angehoben und setzt auf eine stabile Nachfrage nach seinen preisgünstigeren Produkten. Die Besorgnis über mögliche Auswirkungen von Zöllen auf die Verbrauchernachfrage blieb dabei im Hinterkopf, konnte aber die Optimisten im Markt nicht von einem vorbörslichen Plus von etwa 2% abhalten.
Kroger sowie Wettbewerber wie Albertsons und Walmart trotzen dem Abschwung in der Einzelhandelsbranche. Dies gelingt ihnen vor allem durch ihren Fokus auf günstigere Produkte, die besonders Haushalte mit geringerem Einkommen anziehen. Brancheninsider und Finanzberichte des zweiten Quartals bekräftigen, dass Schnäppchenjagd zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Bereits im Juni hatte Kroger angekündigt, verstärkt auf Promotionen und niedrige Preise zu setzen, um der wachsenden Nachfrage nach günstigen Produkten gerecht zu werden. Dazu wurden die Preise von über 2.000 Artikeln im laufenden Jahr reduziert. Laut CFO David Kennerley war das Wachstum insbesondere in den Bereichen Apotheke, E-Commerce und Frischwaren stark, was auch den Anstieg der Verkaufsvolumina im Lebensmittelbereich fördert.
Für das Gesamtjahr erwartet Kroger nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 2,7% bis 3,4%, was die ursprüngliche Prognose von 2,25% bis 3,25% übertrifft. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf bereinigter Basis im Quartal auf $1,04 und übertraf damit deutlich die Erwartungen von 99 Cent. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die untere Begrenzung seiner jährlichen Gewinnprognose von $4,60 auf $4,70, während die obere Grenze bei $4,80 bleibt. Dieses positive Umfeld überschattet die juristische Auseinandersetzung mit Albertsons, nachdem ein $25-Milliarden-Deal im Dezember von einem US-Richter blockiert wurde.

