Kritik an Kanzler Merz: Grüner Unmut über UN-Abwesenheit
In einer lebhaften Generaldebatte im Bundestag hat Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU geübt. Anlass war dessen Fernbleiben bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Haßelmann äußerte ihr Bedauern darüber, dass der Kanzler nicht vor Ort war, um sich für Lösungen im Nahost-Konflikt oder die Unterstützung der Ukraine einzusetzen.
Besonders brisant waren ihre Ausführungen zur Rede von US-Präsident Donald Trump, der erneut durch seine ablehnende Haltung zur internationalen Zusammenarbeit und seine Leugnung des Klimawandels aufgefallen war. Haßelmann fragte provokant, ob Merz schlicht nicht bereit gewesen sei, Trump öffentlich zu widersprechen.
Zudem kritisierte Haßelmann das Vorgehen des Kanzlers in Bezug auf Reformvorhaben scharf. Sie warf ihm vor, Versprechungen zu machen, ohne anschließend zu liefern, und bemängelte seine Rolle bei der Spaltung der Gesellschaft. Seine Äußerungen zum Sozialabbau seien fehl am Platz, während die Grünen betonten, dass dringend Sozialreformen notwendig seien und dem aktuellen schwarz-roten Regierungsbündnis vorwarfen, wichtige Entscheidungen in dieser Hinsicht zu verschleppen.

