Krisenstimmung bei Borussia Dortmund: Schlotterbeck teilt aus
Die Stimmung bei Borussia Dortmund ist nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden gegen den FK Bodø/Glimt in der Champions League ausgesprochen angespannt. Vor allem Abwehrass Nico Schlotterbeck machte seinem Unmut öffentlich Luft. Im Gespräch mit DAZN richtete er scharfe Kritik an seine Mitspieler und besonders an die Einwechselspieler wie Daniel Svensson, Karim Adeyemi, Serhou Guirassy, Emre Can und Julian Ryerson. 'Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball', beklagte Schlotterbeck und stellte die Leistung der erst spät eingewechselten Adeyemi und Guirassy in Frage. Die scharfen Worte des Verteidigers kamen im Anschluss an ein Spiel, das den Dortmundern mehr Kopfschmerzen als Freude bereitete. Gerade von den Akteuren, die ab der 67. Minute auf dem Platz waren, forderte Schlotterbeck mehr Entschlossenheit und Einsatz.
Auch Trainer Niko Kovac äußerte nach der Partie seine Unzufriedenheit und hielt dem Team eine nachdrückliche Ansprache in der Kabine. Laut Sportdirektor Sebastian Kehl, der ebenfalls seine Enttäuschung über das unzureichende Ergebnis kundtat, sei dies nach dem misslungenen Auftritt absolut gerechtfertigt. Kehl machte deutlich, dass nun der Druck auf den Rundenabschluss wächst, sollten die Spiele gegen die Tottenham Hotspur und Inter Mailand Anfang des kommenden Jahres nicht im gewünschten Resultat enden.
Schlotterbecks harsche Kritik birgt zusätzlichen Zündstoff, da der Verteidiger derzeit überlegt, ob er seinen bis 2027 gültigen Vertrag verlängern soll, während europäische Spitzenclubs bereits Interesse bekundet haben. Eine Vertragsverlängerung könnte von den Titelambitionen des BVB abhängen, was die aktuelle Lage umso prekärer macht.

