Krisenherd Ukraine: Drohnenangriffe erschüttern das Land
Die jüngsten Drohnenangriffe haben die angespannte Lage in der Ukraine erneut verschärft. Laut Behördenberichten verloren in der Nähe von Kiew ein Ehepaar bei einem Angriff ihr Leben, während ihr vierjähriges Kind verletzt in medizinische Behandlung musste. Zusätzlich wurden drei weitere Personen vor Ort verletzt. Im südlichen Dnipropetrowsk führte ein weiterer Angriff zum Tod eines Mannes und verletzte sieben Menschen. Auch die strategisch bedeutende Stadt Odessa geriet erneut ins Visier der Angreifer.
Die russischen Attacken haben deutliche Spuren in der Energieversorgung hinterlassen. Notabschaltungen prägen das Bild in vielen Landesteilen, wie der staatliche Energieversorger Ukrenergo bekanntgab. Besonders schwer getroffen ist die Hauptstadt Kiew, wo Energieminister Denys Schmyhal zufolge 710.000 Abnehmer weiterhin ohne Strom sind. Die Wiederherstellung einer stabilen Energieversorgung bleibt die dringlichste Herausforderung.
Trotz der schockierenden Auswirkungen auf die zivile Bevölkerung verzeichnet die ukrainische Luftwaffe Erfolge: Von den in der Nacht georteten 137 russischen Drohnen konnten 103 unschädlich gemacht werden. Gleichzeitig führte die Ukraine Drohnenangriffe auf die Stadt Sewastopol sowie mehrere russische Regionen durch, wobei es seitens des russischen Verteidigungsministeriums heißt, dass 75 ukrainische Drohnen abgefangen wurden. Noch liegen keine Berichte über größere Schäden vor.

