Krise am Schwarzen Meer: Russische Rakete trifft Hafen von Odessa
In der ukrainischen Hafenstadt Odessa hat der Einschlag einer russischen Rakete am Mittwoch erneut zu einer tragischen Eskalation geführt. Nach Mitteilungen der örtlichen Behörden traf eine ballistische Rakete mit Streumunition die Hafeninfrastruktur und forderte dabei zwei Todesopfer.
Drei weitere Personen erlitten Verletzungen, berichtete Oleh Kiper, Militärgouverneur von Odessa, in einem Fernsehinterview. Den Verletzten werde derzeit vor Ort medizinisch geholfen.
Der Raketenangriff fand zur Mittagszeit statt und erfolgte, laut Einschätzungen der ukrainischen Luftwaffe, von der Krim aus. Diese Halbinsel wurde 2014 von Russland annektiert und dient seither als strategischer Stützpunkt im laufenden Konflikt.
Odessa, gelegen am Schwarzen Meer, bleibt aufgrund ihrer geografischen Lage nahe der Frontlinie ein häufiges Ziel von Angriffen. Erst in der Nacht zuvor wurden mehrere Bewohner der Stadt verletzt, als eine russische Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus einschlug. Unter den Verletzten befanden sich auch zwei Kinder.

