Kreuzfahrtindustrie unter Druck: Schweröl als Klimabremse
Aktuellen Untersuchungen des Naturschutzbundes (Nabu) zufolge setzen die meisten Kreuzfahrtanbieter im deutschen Markt weiterhin auf das klimaschädliche Schweröl zur Betankung ihrer Schiffe. Lediglich vier der überprüften Reedereien verzichten vollständig auf dieses umweltbelastende Öl und seine Derivate. Schweröl stellt eine erhebliche Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit dar, was Raija Koch, Expertin des Nabu für Schifffahrt, in aller Deutlichkeit fordert zu beenden.
Die Effizienz des Übergangs zu umweltfreundlichen Treibstoffen wie E-Fuels wird von Nabu insgesamt kritisch gesehen. E-Fuels, welche durch die Nutzung erneuerbarer Energien hergestellt werden, könnten theoretisch eine Lösung darstellen. Allerdings greifen Unternehmen verstärkt zu Alternativen wie Flüssigerdgas, die vom Nabu als unzureichend eingestuft werden.
Dennoch gibt es Anzeichen positiver Entwicklungen. Vor allem in deutschen Häfen lassen sich sinkende Schadstoffemissionen beobachten. Ebenso werden energieeffiziente Neubauten eingeführt, die der Verbesserung bestehender Flotten dienen. Im aktuellen Ranking des Nabu nehmen Havila, Hurtigruten und Ponant führende Plätze ein und liefern einen Hoffnungsschimmer für die zukünftige Ausrichtung der Branche.

