Kreml lehnt verlängerte Waffenruhe ab: Spannungen in Kiew ungemindert
Moskau hat die jüngsten Forderungen Kiews nach einer Ausweitung der Waffenruhe entschieden zurückgewiesen. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow behinderten solche Forderungen lediglich den fortschreitenden Verhandlungsprozess zur Beendigung des Ukraine-Krieges. Peskow betont, dass diese Vorbedingungen nicht mit der Haltung von Präsident Wladimir Putin vereinbar seien, der weiterhin zu bedingungslosen Gesprächen bereit wäre.
Präsident Putin zeigt sich demnach offen für direkte Verhandlungen ohne vorherige Bedingungen, wobei Kiew bisher jedoch auf dieses Angebot nicht reagierte, wie Peskow auf einem Bildungsforum bekräftigte. Die Fortsetzung der Kampfhandlungen bleibt somit ein unveränderter Bestandteil der gegenwärtigen Lage, trotz der bereits im März durch den Vorschlag einer solchen Maßnahmen durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hervorgerufenen Diskussion.
Besonders kontrovers ist die Ablehnung der jüngsten Anträge auf Verlängerung der dreitägigen Waffenruhe, die anlässlich der Siegesparade auf dem Roten Platz zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs abgehalten wurde. Als Hauptargument führt der Kreml weiterhin Bedenken an, dass die Ukraine diese Zeit nutzen könnte, um ihre Truppen neu zu formieren und militärische Stärke aufzubauen.
Moskau bleibt seinerseits fest bei den Forderungen nach einem Verzicht der Ukraine auf den NATO-Beitritt, der Anerkennung der Krim als russisches Territorium sowie der Kontrolle über die 2022 annektierten Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja. Die Entwaffnung und einen Wandel hin zu einer russlandfreundlichen Führung in der Ukraine bleibt ebenfalls ein Kernpunkt der Forderungen des Kremls, während eine nachhaltige Lösungsfindung momentan in weiter Ferne scheint.

