Krankenhausreform: Feinschliff für historische Reform findet Fortsetzung
Die Bundesregierung setzt ihre Bemühungen um die Feinabstimmung der bahnbrechenden Krankenhausreform unvermindert fort. Ziel ist es, das Gesetzgebungsvorhaben zeitnah im Kabinett zu behandeln. Laut Regierungskreisen wird der Entwurf jedoch, entgegen einiger Spekulationen, nicht in der kommenden Woche auf den Kabinettstisch kommen.
Das von der Ampel-Koalition initiierte Reformprojekt soll ab Anfang 2025 in Kraft treten und bis 2029 zur Gänze umgesetzt sein. Ein zentrales Ziel der Reform besteht darin, komplexe medizinische Behandlungen auf spezialisierte Kliniken zu konzentrieren, wodurch eine Reduzierung der aktuell rund 1.700 Krankenhausstandorte wahrscheinlich erscheint. Die gegenwärtigen Anpassungen sollen den Bundesländern mehr Zeit und Planungssicherheit verschaffen, vor allem bei terminlichen Vorgaben.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) unterstreicht die Notwendigkeit „praxistauglicher Anpassungen“, um die Reformen effektiv umsetzen zu können. Bei den Grünen im Bundestag und dem Spitzenverband der Krankenkassen herrscht indes Sorge, dass die Überarbeitungen das Reformwerk ihres Vorgängers, Karl Lauterbach (SPD), verwässern könnten.

