Kräftiger Anstieg der Ausbildungsgehälter in tarifgebundenen Betrieben

Die Vergütungen für Auszubildende in tarifgebundenen Unternehmen haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg erfahren. Im Durchschnitt erhielten Auszubildende über alle Lehrjahre hinweg im Jahr 2025 monatlich 1.209 Euro brutto, was einer Erhöhung von 76 Euro im Vergleich zu 2024 entspricht – das entspricht einem Zuwachs von 6,7 Prozent.
Diese Zahlen gehen aus aktuellen Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung hervor. Im Speziellen zeigt sich, dass im ersten Ausbildungsjahr die durchschnittliche Vergütung bei 1.117 Euro lag, während sie im vierten Ausbildungsjahr auf 1.339 Euro anstieg. Die Vergütungsunterschiede zwischen den einzelnen Berufszweigen sind allerdings erheblich.
Angehende Versicherungs- und Finanzanlagenberater verdienten etwa 1.404 Euro monatlich, Zimmerer 1.343 Euro und Elektroniker für Betriebstechnik 1.335 Euro. Deutlich weniger erhielten hingegen Azubis in Apotheken mit 925 Euro, angehende Tourismuskaufleute mit 918 Euro und insbesondere Friseurlehrlinge mit nur 727 Euro monatlich. Die tarifliche Bindung ist in diesem Kontext relevant, da laut Berechnungen des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung rund 55 Prozent der Auszubildenden im Jahr 2022 in einem tarifgebundenen Arbeitsumfeld tätig waren.

