Kracher am Fließband! Game Pass knallt mit Space Marine 2 und Death Stranding die nächste Bombe raus
Wer glaubte, der Januar 2026 sei mit Star Wars Outlaws und Resident Evil Village bereits ausgereizt, hat die Rechnung ohne Microsoft gemacht. Die zweite Welle an Game Pass-Zugängen lässt nämlich jede Menge Herzen höherschlagen – und das nicht nur bei Casual-Spielern, sondern auch bei jenen, die düstere Science-Fiction-Action oder philosophische Rätsel-Abenteuer bevorzugen. Ab sofort trudeln Titel ein, die selbst skeptische Abonnenten wieder vor den Bildschirm locken dürften. Doch während die Bibliothek anschwillt, verabschieden sich auch einige Namen – ein ewiger Kreislauf, der den Service gleichzeitig spannend und frustrierend macht.
Death Stranding Director’s Cut und Space Marine 2 als Höhepunkte
Den Anfang macht Hideo Kojimas polarisierendes Meisterwerk Death Stranding Director’s Cut, das bereits am 21. Januar für Cloud, PC und Xbox Series X/S verfügbar ist – allerdings ausschließlich für Ultimate-, Premium- und PC-Abonnenten. Wer Norman Reedus als Paketboten durch postapokalyptische Landschaften stapfen lassen will, bekommt hier endlich die Gelegenheit. Doch der eigentliche Knaller folgt am 29. Januar: Warhammer 40,000: Space Marine 2, einer der besten Third-Person-Shooter des vergangenen Jahres, gesellt sich zur Bibliothek. Die brutale Ballerei im düsteren Warhammer-Universum verspricht stundenlange Action gegen Xeno-Horden – ein Pflichttitel für Fans des Genres. Ironischerweise teilt sich das Spiel den Release-Tag mit dem MySims: Cozy Bundle, was die absurde Bandbreite der Plattform perfekt illustriert: Von niedlichen Lebenssimulationen bis zur gnadenlosen Alien-Schlachterei ist alles dabei.
Philosophische Puzzler, Pixel-Art-Perlen und Ninja-Action
Doch die kommenden Tage bieten weit mehr als nur zwei Flaggschiffe. Am 21. Januar gesellen sich RoadCraft und Ninja Gaiden: Ragebound hinzu, gefolgt von The Talos Principle 2 am 27. Januar – ein philosophisches First-Person-Puzzle-Abenteuer, das Fans des Vorgängers elektrisieren dürfte. Anno: Mutationem und Drop Duchy komplettieren am 28. Januar die Runde, bevor Indika am 2. Februar und schließlich Final Fantasy 2 am 3. Februar die Liste abrunden. Letzteres ist besonders pikant: Nachdem kürzlich bereits Final Fantasy 1 zu Game Pass stieß, scheint Square Enix seine legendäre JRPG-Reihe sukzessive auf die Plattform zu bringen. Sollte sich dieses Tempo fortsetzen, könnte Final Fantasy 16 schon 2027 auftauchen – eine verlockende Perspektive für RPG-Enthusiasten.
Sieben Titel fliegen raus: Citizen Sleeper 2 und Cataclismo unter den Opfern
Wie bei jeder neuen Welle müssen jedoch auch Spiele weichen. Ab dem 31. Januar verschwinden Shady Part of Me, Cataclismo, Starbound, Lonely Mountains Snow Riders, Paw Patrol World, Citizen Sleeper 2: Starward Vector und Orcs Must Die! Deathtrap aus der Bibliothek. Besonders schmerzhaft dürfte der Abgang von Citizen Sleeper 2 sein, das erst kürzlich großes Lob für seine narrative Tiefe und Systemdesign einheimste. Wer noch nicht zugegriffen hat, sollte die verbleibenden Tage nutzen – das Spiel lässt sich in 10 bis 12 Stunden durchspielen und gehört zu den intelligenteren Story-getriebenen Titeln des Services. Cataclismo, ein Strategie-Aufbauspiel mit Turm-Verteidigungselementen, verabschiedet sich ebenfalls – ein herber Verlust für Genre-Fans.
Game Pass als unberechenbares Buffet: Gewinner und Verlierer
Die zweite Januar-Welle unterstreicht einmal mehr die Stärke und Schwäche von Game Pass: Die schiere Vielfalt ist beeindruckend, doch die Vergänglichkeit frustriert. Während Microsoft mit Space Marine 2 und Death Stranding echte Knaller nachschiebt, verschwinden zeitgleich Titel, die Spieler vielleicht auf der Watchlist hatten. Die Strategie, Final-Fantasy-Klassiker schrittweise einzupflegen, zeigt langfristige Planung – doch ob Square Enix auch modernere Ableger freigibt, bleibt Spekulation. Für Abonnenten bedeutet das: Ständig am Ball bleiben, Prioritäten setzen und akzeptieren, dass manche Spiele nicht ewig bleiben. Ein Modell, das Abwechslung garantiert, aber auch FOMO (Fear of Missing Out) schürt.


