Kostenloses DLC für Assassin’s Creed: Mirage angekündigt – Ubisofts Wendemanöver mit Al‑Ula und neuer Story
In einer Wendung, die wohl niemand hat kommen sehen, kündigte Ubisoft eine überraschende Story-Erweiterung für Assassin’s Creed Mirage an, die obendrein komplett kostenlos sein wird. Dieser bemerkenswerte Inhaltstropfen wird das Abenteuer auf verschiedene Weisen erweitern, einschließlich der Hinzufügung eines völlig neuen Schauplatzes zum Erkunden. Ursprünglich im Oktober 2023 veröffentlicht, debütierte Mirage als einer der am niedrigsten bewerteten Hauptteile der traditionsreichen Franchise. Ungeachtet dessen lobten langjährige Fans die deutlich kompaktere Karte und das weniger überladene Erlebnis im Vergleich zu den Titeln nach Syndicate, die sich von einer Action-Adventure-Formel zu vollwertigen Action-Rollenspielen wandelten. Dennoch verzichtete das Werk letztendlich auf eine Story-Erweiterung und wurde damit zum ersten Hauptteil seit dem Original von 2007, der diesen Weg einschlug – bis jetzt.
Eine neue Oase und geheimnisvolle Gönner
Fast zwei Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung ist nun also doch bestätigt, dass der Titel ein Story-DLC erhält. Ubisoft machte die Ankündigung am 23. August offiziell. Während der genaue Name der Erweiterung noch nicht bekannt gegeben wurde, verriet der Entwickler, dass der kommende Inhalt ein neues Story-Kapitel und Missionen im al-Ula des 9. Jahrhunderts, einer antiken arabischen Oasenstadt, umfassen wird. Begleitet wurde diese Enthüllung von einem eleganten Konzeptkunstwerk, das den Protagonisten Basim zeigt, wie er sich al-Ula von Osten nähert, während die Sonne im Westen untergeht. Diese Erweiterung soll zudem spürbare Gameplay-Verbesserungen für das Basisspiel einführen und noch vor Ende 2025 erscheinen.
Die saudische Verbindung
Obwohl es für Big-Budget-Spiele ungewöhnlich ist, umfangreiche Inhalte kostenlos anzubieten, könnte ein Bericht von Anfang 2025 erklären, warum dies hier der Fall ist. Wie die französische Publikation Les Echos im Januar berichtete, hat die Savvy Games Group – eine Tochtergesellschaft des saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) – zuvor einen Deal mit Ubisoft für zusätzliche Story-Inhalte zu Assassin’s Creed Mirage abgeschlossen. Die genaue Natur der Vereinbarung wurde nicht offengelegt, und Ubisoft lehnte damals einen Kommentar ab. Ein weiterer Hinweis darauf, dass das kommende DLC tatsächlich vom PIF finanziert werden könnte, betrifft den Schauplatz selbst, da al-Ula in Medina (Madinah), einer Provinz des modernen Saudi-Arabiens, liegt. Sollte das Projekt tatsächlich von Savvy Games finanziert werden, würde die Wahl des Settings perfekt zu seinen Geldgebern passen.
Ungewissheit bei den Plattformen
Ein Blick auf breitere Branchentrends zeigt, dass es nicht unüblich ist, dass ein Cross-Gen-Spiel eine Erweiterung erhält, die einige seiner Plattformen, nämlich die ältere Konsolengeneration, ausschließt. Jüngste Beispiele hierfür sind die Phantom Liberty-Erweiterung für Cyberpunk 2077 oder der Burning Shores-DLC für Horizon Forbidden West. Obwohl Mirage das letzte Hauptspiel der Serie ist, das auf der PS4 und Xbox One verfügbar ist, hat Ubisoft bisher keine Anzeichen dafür gegeben, dass die neu angekündigte Erweiterung diesem Ansatz folgen wird. Nach derzeitigem Stand könnte die kostenlose al-Ula-Erweiterung sogar den iOS-Port des Titels erreichen, was die Zugänglichkeit maximieren würde.

