Korruption in der Ukraine: Eine Hürde auf dem Weg zur EU-Annäherung
Die Ukraine stellt sich nach westlicher Auffassung als ein Land dar, das sich der russischen Aggression entgegenstellt. Doch jüngste Korruptionsenthüllungen offenbaren, dass der Weg zu einem gefestigten Rechtsstaat noch weit ist. Der Ausgang dieser Krise für Präsident Selenskyj bleibt ungewiss.
Zwar hat die Ukraine bedeutsame Schritte in Richtung Rechtsstaatlichkeit unternommen, jedoch zeigen die aktuellen Vorfälle auch die ungebrochene Präsenz von Korruption in den höheren Rängen der Gesellschaft. Diese untergräbt nicht nur die Moral in der Bevölkerung und innerhalb der Streitkräfte, sondern zwingt auch zahlreiche junge Ukrainer zur Flucht, um dem Militärdienst zu entkommen. Deutschland ist dabei ein häufiges Ziel ihrer Wahl.
Gleichzeitig setzt die Europäische Union ihre Unterstützung für die Ukraine fort, in Form von finanziellen Mitteln und militärischer Ausrüstung, obwohl das genaue Vorhaben Moskaus im Dunkeln bleibt. Eine Entscheidung über eine beschleunigte Aufnahme der Ukraine in die EU steht für den Dezember an. Gut überlegt sollte dieser Schritt jedoch sein, um mögliche Risiken abzuwägen.

