Kontroverse um Contitech-Werksschließung: Forderungen nach politischem Handeln in Thüringen
Die Debatte um die bevorstehende Schließung des Contitech-Werkes in Bad Blankenburg bleibt hitzig. Die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss kritisiert die Landesregierung für ihr vermeintliches Schweigen zum drohenden Verlust der Arbeitsplätze und fordert mehr Engagement.
Ministerpräsident Mario Voigt sei bislang still geblieben, was König-Preuss als enttäuschend empfindet. Sie betont, dass von politischen Führungspersonen erwartet werde, in Krisensituationen Verantwortung zu zeigen. Die Notwendigkeit, Industriearbeitsplätze in der Region zu schützen, steht im Fokus.
König-Preuss plädiert für aktive Mediationsbemühungen und politischen Druck, um den Konzern von der Schließung abzuhalten. Der Automobilzulieferer Continental hatte angekündigt, das Werk bis Ende 2025 schließen zu wollen, was laut Unternehmensangaben 580 Arbeitsplätze kosten könnte.
Als wären die persönlichen Schicksale der Mitarbeitenden nicht schon herausfordernd genug, warnt König-Preuss zudem vor den Folgewirkungen auf lokale Zulieferer und Dienstleister, denen der Verlust von Aufträgen droht. Ihr Fazit nach einem Besuch vor Ort ist eindeutig: Die Entscheidung über die Werksschließung bezeichnet sie als 'skandalös' und betont die Dringlichkeit eines politischen Dialogs.

