Kontroverse um Chagos-Inseln: Starmers klare Antwort auf Trumps Kritik
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die jüngste Kritik von Donald Trump in Bezug auf die Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius entschieden zurückgewiesen. Der US-Präsident habe mit seinen Äußerungen versucht, Druck auf Großbritannien auszuüben, insbesondere hinsichtlich Starmers Prinzipien zur Zukunft Grönlands, erklärte der Premierminister im britischen Parlament. Starmer betonte jedoch, dass die Entscheidung über Grönlands Schicksal ausschließlich bei Grönland und Dänemark liege und er sich Trumps Einflussnahme nicht beugen werde.
Der ehemalige US-Präsident hatte die Vereinbarung zur Rückgabe der Chagos-Inseln scharf kritisiert und als "Akt großer Dummheit" bezeichnet. Zugleich führte Trump an, dies sei ein weiterer Grund, weshalb Grönland an die USA übergeben werden müsse. Ursprünglich hatte Trump die Entscheidung über die Inselrückgabe im Mai 2025 noch positiv bewertet, da der kritische Militärstützpunkt auf Diego Garcia, ein gemeinsames Projekt von Großbritannien und den USA, weiterhin für nahezu ein Jahrhundert unter britischer Kontrolle bleiben wird. Dies geschieht gegen Zahlung einer erheblichen Summe von britischer Seite.
In der Öffentlichkeit wird Trumps jüngste Stellungnahme bei Truth Social, die den Pachtvertrag unberücksichtigt lässt, als Zeichen für sich verschlechternde Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien interpretiert. Die Chagos-Inseln, strategisch im Indischen Ozean gelegen, beherbergen damit einen der bedeutendsten Beiträge Großbritanniens zur Sicherheitspartnerschaft mit den Vereinigten Staaten, so Starmer. Dennoch bleibt die diplomatische Spannung zwischen Trump und Starmer bestehen, was auf eine Herausforderung in den Beziehungen der beiden Nationen hindeutet.

