Konfliktumwoben: Trump kritisiert vermeintlichen Angriff auf Putins Residenz
US-Präsident Donald Trump meldet sich mit kritischen Tönen zum angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Wort. Nach eigener Aussage wurde Trump persönlich von Putin über den Vorfall unterrichtet und äußerte, dass er diese Entwicklung als 'nicht gut' empfindet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hingegen weist Russlands Anschuldigungen entschieden zurück. Er sieht in diesen Vorwürfen einen Vorwand, um den Krieg fortzusetzen und selbst Angriffe auf Regierungsgebäude in Kiew zu planen.
Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, äußerte die Hoffnung auf Verständnis seitens der USA für eine mögliche Kursänderung Russlands in Verhandlungen nach diesem angeblichen 'Terroranschlag'. Der russische Außenminister Sergej Lawrow machte am Montag das erste Mal diesen 'versuchten Terroranschlag' öffentlich und sprach von 91 ukrainischen Drohnen, die durch Russlands Luftabwehr neutralisiert worden seien. Trotz der hohen Zahl an Drohnen ist bisher nichts über Verletzte oder Schäden bekannt. Neue Vergeltungsschläge gegen Ziele in Kiew wurden von russischer Seite in Aussicht gestellt.
Interessanterweise ließ Trump verlauten, dass er im Oktober von einer Zustimmung zur Lieferung von Tomahawk-Waffen an die Ukraine abgesehen habe. Diese Marschflugkörper könnten aufgrund ihrer hohen Reichweite tief bis ins russische Territorium vordringen und somit die Dynamik des Konflikts erheblich verändern. Doch Kritik an Trumps Aussagen ließ nicht lange auf sich warten. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon mahnte zur Sorgfalt und einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit den Tatsachen, bevor öffentliche Schuldzuweisungen erfolgen.
Selenskyj betonte derweil die Notwendigkeit, weiterhin Druck auf Russland auszuüben, um den Krieg zu beenden. Die Ukraine nutzt immer wieder Drohnenangriffe, um sich gegen den Angriffskrieg Moskaus zu wehren, der nunmehr fast vier Jahre andauert.

