Könnte XRP auf $1.000 steigen? Experte präsentiert makroökonomische Theorie

Jake Claver hat in einem Interview seine makroökonomische These vorgestellt, warum XRP möglicherweise $1.000 erreichen könnte. Er argumentiert, dass das Asset von einer seltenen Konvergenz aus globalem Liquiditätsstress, Stablecoin-Regulierung, Tokenisierung und der Nachfrage nach Echtzeit-Abwicklung profitieren könnte.
Claver räumt ein, dass dieses Ziel extrem erscheint, wenn man es durch die übliche Marktkapitalisierungs-Brille betrachtet. Er argumentiert jedoch, dass Krypto-Investoren die falsche Perspektive auf Assets anwenden, die für globale Abwicklungsnetzwerke konzipiert sind. **“I know that seems like a high price point for a lot of people,” Claver said. “They look at the total market cap and they look at the total supply and the tokenomics around it, and in most circumstances that wouldn’t be feasible just candidly. That situation is a perfect storm that I do think will play out. I think at this point it’s very likely that it will play out actually.”**
Die makroökonomische Theorie hinter XRP
Im Zentrum von Clavers Argumentation steht das potenzielle Ende des Yen-Carry-Trades, das im August 2024 erste Anzeichen von Stress zeigte. Jahrzehntelang haben Investoren günstig in Japan geliehen und dieses Kapital in US-Staatsanleihen, Aktien, Immobilien, Gold, Silber und andere globale Assets investiert. Wenn die japanischen Zinsen steigen, während die US-Zinsen sinken, könnte Kapital zurück in japanische Anleihen fließen, was zu einem großflächigen Verkauf von US-Staatsanleihen und anderen Assets führen könnte.
Claver betont, dass die Krypto-Infrastruktur in diesem Szenario relevant wird. Er erklärt, dass der Aktien- und Devisenmarkt schnellere Liquiditäts- und Abwicklungswege benötigen wird, wenn traditionelle Märkte eine unordentliche Neubewertung erfahren. **“Crypto has a big role to play here and it is the liquidity and movement to real-time settlement for the back end of the stock market and the FX market,” he said. “Because both of those things are going to be affected when all of this plays out. If there’s not enough liquidity or credit that can be extended to these parties, we will literally have an ICE 9 scenario.”**
Claver verbindet seine These auch mit der Stablecoin-Gesetzgebung und der Nachfrage nach Staatsanleihen. Er sagt, dass die USA 2024 kein Stablecoin-Gesetz hatten, aber nach dessen Verabschiedung 2025 regulierte Stablecoins eine inländische Nachfrage nach Staatsanleihen schaffen könnten, die auf den Markt zurückkehren.
XRP-ETFs, Tether-Risiken und Abwicklungsnachfrage
Ein wesentlicher Teil der These ist Clavers Erwartung, dass Tether unter Druck geraten könnte, sei es durch geopolitische Entwicklungen, Sanktionsrisiken oder Fragen zu seinen Reserven. Er weist darauf hin, dass Tether eine große Position in Staatsanleihen hat, aber die fehlende vollständige Prüfung und das Vorhandensein von Bitcoin und anderen Assets auf seiner Bilanz Fragen offenlassen.
Claver sagt, dass jede Liquiditätsstörung auf Stablecoin-Ebene Börsen und Bitcoin beeinflussen könnte, insbesondere wenn ETF-bezogene Abwicklungsunterschiede sichtbarer werden. **“I think that you’re going to see an onslaught of XRP ETFs and a huge rotation of liquidity into that asset,” Claver said. “There’s not a whole lot left on exchanges at this point. It’s very low liquidity for XRP on exchanges. And that would drive the price substantially higher where they could then start using it to settle the back end of the stock market.”**
Claver beschreibt das $1.000-XRP-Szenario als Theorie, nicht als Gewissheit. Seine umfassendere Sichtweise ist jedoch klar: Wenn makroökonomischer Stress traditionelle Märkte zu schnelleren Abwicklungen zwingt und regulierte Stablecoins sowie tokenisierte Assets die institutionelle Akzeptanz beschleunigen, könnte XRP zu einem der Assets werden, die am direktesten von diesem Übergang profitieren.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde XRP bei $1,30 gehandelt.

