Klingbeils Energieplan: Mehr Spielraum für Unternehmen und Haushalte
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, SPD, hat sich in jüngster Zeit stark für die Akzeptanz einer zunächst begrenzten Senkung der Stromsteuer eingesetzt. Nach den Beratungen des Koalitionsausschusses zwischen Union und SPD erklärte er, dass die Senkung der Energiepreise einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten würde. Mehr als 600.000 produzierende Betriebe sollen durch diese Maßnahme spürbar entlastet werden.
Gleichzeitig erwartet man, dass auch private Haushalte profitieren, da eine Familie künftig bis zu 100 Euro im Jahr weniger zahlen wird. Klingbeil betonte, dass weitere Schritte zur Entlastung in Betracht gezogen werden, sobald entsprechende finanzielle Spielräume vorhanden sind. Sein Ziel ist es, durch wachstumsfördernde Maßnahmen die staatlichen Einnahmen zu steigern und somit die Grundlage für zukünftige finanzielle Freiräume zu schaffen.
Dabei versicherte er, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern oberste Priorität habe. Während die Spitzen von Union und SPD die Entscheidung trafen, die Stromsteuer für private Verbraucher vorerst nicht zu senken, stehen andere Entlastungen aber weiterhin auf der Agenda. Dazu zählen die Senkung der Strom-Netzentgelte sowie die Abschaffung der Gasspeicherumlage.
Ein weiteres Kernthema der Koalitionsgespräche war die Rentenpolitik. Klingbeil kündigte an, dass das Kabinett Anfang August über den ersten Teil der geplanten Rentenreform entscheiden solle. Die Stabilisierung des Rentenniveaus und die Stärkung der Betriebsrenten bezeichnete er als gute Nachricht für viele Rentnerinnen und Rentner.
Interessierte dürften sich auch über die vorgezogene Einführung der ausgeweiteten Mütterrente zum 1. Januar 2027 freuen, die nun ein Jahr früher als ursprünglich geplant kommt.

