Klimaschutz im Fokus: Deutsche Umweltauszeichnung für zukunftsweisende Innovationen vergeben
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer eindringlichen Rede dazu aufgerufen, den Klimaschutz trotz anderer Herausforderungen nicht aus den Augen zu verlieren. Steinmeier betonte bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Chemnitz, dass das Thema selbst dann relevant bleibt, wenn es nicht im Zentrum der öffentlichen Debatte steht und keine spektakulären Protestaktionen stattfinden.
Die Preisträger des diesjährigen mit einer halben Million Euro dotierten Preises wurden für ihren zukunftsweisenden Ansatz im Umwelt- und Klimaschutz geehrt. Eine herausragende Schweizer Klimaforscherin und ein innovatives Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen haben die hoch angesehene Auszeichnung erhalten. Dabei würdigte Steinmeier ausdrücklich den Pioniergeist und die unerschrockene Neugier der Preisträger, die bereit sind, neue Wege zu gehen.
Der Deutsche Umweltpreis, eine der höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas, wird jährlich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für außergewöhnliche Leistungen im Umweltschutz vergeben. In diesem Jahr würdigte die DBU die Forscherin Sonia Isabelle Seneviratne von der ETH Zürich und das Stahlverzinkungsunternehmen Zinq aus Gelsenkirchen. Seneviratne hat durch ihre Forschung maßgeblich zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Bodenfeuchte, Pflanzen und Erderwärmung beigetragen. Zinq erhielt die Anerkennung für die Entwicklung eines neuartigen, ressourceneffizienten Verzinkungsverfahrens namens 'Mikrozink', das den Bedarf an Zink im Korrosionsschutz drastisch reduziert.
In seiner Rede schlug Steinmeier auch den Bogen zur Rolle von Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt. Das Motto 'C the unseen', übersetzt 'Schau auf das Nichtgesehene', verbindet die kulturelle und ökologische Dimension der Stadt mit den nachhaltigen Errungenschaften der Preisträger. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde unterstrich die Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes als wesentlicher Treiber für wirtschaftlichen Fortschritt und formulierte eindrücklich: 'Ökologie ist Motor der Ökonomie.'

