Klare Fronten im Teilzeit-Streit: Schwesig kritisiert CDU-Pläne
In der lebhaften Diskussion um den Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit schlägt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) deutliche Töne an und widersetzt sich entschieden einem umstrittenen Vorstoß der Union. Schwesig argumentiert scharfsinnig, dass die CDU nicht weise handelt, wenn sie ständig betont, dass die Deutschen nicht genug arbeiten. Diese Aussage untermauert sie mit der Aussage, dass die Vielzahl der Gründe, aus denen Menschen sich für Teilzeitarbeit entscheiden, nicht stigmatisiert werden sollten.
Anstatt die Beweggründe für Teilzeitarbeit zu bewerten, plädiert Schwesig leidenschaftlich dafür, die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu unterstützen. Ihrer Meinung nach könnten durch solch eine unterstützende Politik viele Menschen eher dazu bewegt werden, eine Vollzeitbeschäftigung in Betracht zu ziehen.
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU hat in einem Antrag an den kommenden Bundesparteitag eine Einschränkung des Teilzeitanspruchs vorgeschlagen. Dieser soll nur noch unter speziellen Umständen bestehen, wie etwa bei der Kindererziehung, der Pflege von Angehörigen oder berufsbegleitenden Weiterbildungen. Diese Vorschläge stoßen allerdings sowohl in der Opposition als auch innerhalb der CDU selbst auf entschiedenen Widerspruch.

