KI-Revolution bei Microsoft: Neuer Assistent 'Copilot' für Office
Im November rollt Microsoft seinen KI-Assistenten Copilot auf der Lower East Side in New York aus.
Nicht nur hier, sondern weltweit in jedem Unternehmen, jedem Laptop und jedem Smartphone. Am 26. September soll Copilot ein Update des Windows-11-Systems erhalten und ab 1. November in der Office-Suite einziehen. Firmenkunden erhalten ab dann Zugriff, Privatkunden etwas später im Jahr. Copilot wird anfangs auch auf Deutsch erhältlich sein.
Der Einsatz an sich ist kostenlos, aber wer ihn auch im Office-Einsatz nutzen möchte, muss zusätzlich 30 Dollar pro Monat zahlen. Gründe hierfür sind die benötigte Rechnerleistung und mehrere KI-Module, darunter GPT-4 des Microsoft-Partners Open AI, dessen Textroboter ChatGPT weltweit für Schlagzeilen gesorgt hat.
Der KI-Assistent Copilot von Microsoft soll tief in Windows integriert sein und auf alle E-Mails, Dokumente, Dateien, Suchanfragen und auch externe Apps wie Spotify, Shopify und Co. zugreifen können. Per Rechtsklick oder Sprachkommando lassen sich damit E-Mails vorformulieren oder Social-Media-Posts verfassen und absenden.
Im Büroeinsatz bietet er Unterstützung bei Meetings und kann Dokumente zusammenfassen. Auf dem Familientrip macht er Ausflugsvorschläge und bucht Eintrittskarten. Zudem ermöglicht er Fotobearbeitung, Coding und die Erstellung und Verarbeitung komplexer mathematischer Formeln und Graphen.
Analysten erwarten für den Copilot-Markteintritt ein großes Potenzial – für beide Konzerne. Für die Nutzer bieten sich hierdurch ganz neue Möglichkeiten, wie Konzernchef Satya Nadella betont: „Es ist, als wären die 90er-Jahre wieder da.“ Beim Testen des neuen Assistenten durch das Handelsblatt klappte das meist gut, jedoch gab es auch technische Fehlermeldungen.
Später im Herbst erhält Copilot dann Zugriff auf das Internet, um aktuelle Themen und exotischere Anfragen beantworten zu können. Der Umgang mit dem Problem der „Halluzinationen“ war jedoch eine Leerstelle in der Präsentation. Bis zu einer Lösung ist die Warnhinweis „KI-generierter Inhalt kann inkorrekt sein.“ im Kreationsmenü von Copilot angebracht.
Am Donnerstag stellte Microsoft seinen neuen KI-Assistenten vor und mit Spannung wurde die Vorstellung von Analyst Jason Wong erwartet. „Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Menschen produktiver und kreativer zu machen“, sagte Nadella, und Wong glaubt, dass die Kunden die Funktionen des Copiloten „sicherlich so schnell wie möglich in die Hände bekommen“ werden.

