Kevin Kühnert: Vom SPD-Generalsekretär zum Kämpfer für Finanzwende
Kevin Kühnert, einstiger Generalsekretär der SPD, übernimmt eine neue Rolle als Lobbyist für alternative Finanzpolitik und leitet künftig den Bereich Steuern, Verteilung und Lobbyismus bei der Bürgerbewegung Finanzwende. Die Bewegung, welche von Gerhard Schick, dem ehemaligen Grünen-Finanzexperten im Bundestag, ins Leben gerufen wurde, setzt sich als Gegengewicht zur etablierten Finanzlobby ein. Kühnert ist bekannt für seine Forderungen nach weitreichenden Reformen und das Auslösen von Debatten über moderne sozialistische Ansätze.
Mit der Aussage, Finanzwende sei auf dem besten Weg, eine wirksame Gegenkraft zur Finanzlobby zu werden, bringt Kühnert seine Motivation zum Ausdruck. Er hebt hervor, dass finanzielle Ungleichheiten nicht nur Lebenschancen erschweren, sondern auch die politischen und medialen Diskurse gefährlich verzerren. Ihm ist es ein Anliegen, gegen den Missbrauch von Reichtum als Machtmittel vorzugehen.
Finanzwende, ein überparteilicher Verein mit über 17.000 Mitgliedern, verfolgt das Ziel fairer und stabiler Finanzmärkte. Vorstandsmitglied Schick zeigt sich begeistert von Kühnerts Engagement. Diversität ist innerhalb der Bewegung hochgeschrieben, wie die Beteiligung der früheren Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker zeigt, die 2024 zur Bewegung stieß.
Kühnerts politischer Werdegang ist beachtlich: Vom stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD entwickelt sich seine Karriere zum Generalsekretär, bevor er sich 2024 mit einer überraschenden Begründung aus der Politik zurückzog. Persönliche Angriffe und Drohungen, unter anderem von extremistischen Gruppen, führten zu diesem drastischen Schritt.

