Keine Könige: Millionen Amerikaner protestieren friedlich gegen Trump
In den Vereinigten Staaten kam es erneut zu landesweiten Massenprotesten gegen Präsident Donald Trump. Unter dem Aufruf „No Kings“ – eine Absage an autoritäre Herrschaft – gingen fast sieben Millionen Menschen in über 2.700 Städten und Ortschaften auf die Straßen. Diese beeindruckende Teilnehmerzahl überstieg die des vorherigen Massenprotests im Juni erheblich. Der Protest richtet sich gegen Trumps als autoritär wahrgenommene Regierungsführung. „In Amerika haben wir keine Könige“, betonen die Organisatoren.
Die Proteste verliefen weitgehend friedlich, auch wenn es vereinzelt zu Zwischenfällen kam. So wurde in South Carolina eine Frau festgenommen, die mit gezogener Waffe an einem Demonstrationszug vorbeifuhr. Präsident Trump äußerte sich gegenüber Fox News und bestritt jegliche königlichen Ambitionen. Demonstranten kritisieren jedoch weiterhin seine Politik und werfen ihm Eskalationsversuche und Autokratie vor. Mehrere demokratische Bundesstaaten wehren sich juristisch gegen die Entsendung von Nationalgarde-Einheiten.
Seit Trumps Amtsantritt haben sich Protestbewegungen intensiviert und kooperieren zunehmend. Verschiedene Initiativen vereinen sich unter dem Banner „No Kings“. Die Herausforderung besteht darin, zahlreiche Anliegen zu bündeln und Gehör zu verschaffen.
In New York zogen über 100.000 Menschen durch die Straßen, darunter viele in bunten Kostümen. In Pittsburgh wurden Lieder angestimmt, die Einheit und Gemeinschaft symbolisieren. Die Teilnehmer forderten Wahlen und gesetzliche Reformen. Die Demonstrationen in Washington stand im Zeichen des Regierungsstillstands, von dem viele Bundesbedienstete betroffen sind. In Boston hallten Rufe nach Demokratie durch die Straßen.
Auch in Kalifornien, Florida und Texas waren die Proteste lautstark und kreativ. Besonders in Florida wurde Besorgnis über die öffentliche Gesundheit geäußert, da dort die Impfpflicht in Schulen abgeschafft wurde. Trotz der Vielfalt der Anliegen eint die Demonstranten das Ziel, sich gegen autoritäre Bestrebungen zu wehren.

