Kaum Fortschritte beim UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ-Abkommen)
Erst 17 Länder haben das Abkommen zum Schutz der Hohen See ratifiziert. Deutschland ist nicht darunter!

06. Februar 2025, 13:17 Uhr · Quelle: LifePR
Der Ratifizierungsprozess des UN-Hochseeschutzabkommens (BBNJ-Abkommen) kommt nur langsam voran; während 107 Staaten unterzeichnet haben, haben bisher nur 17 Staaten, darunter Spanien und Frankreich, ratifiziert. Deutschland gehört nicht dazu und wird für seine Inaktivität beim Meeresschutz kritisiert.

Neuss, 06.02.2025 (lifePR) - Der Ratifizierungsprozess für das UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ-Abkommen) kommt zu langsam voran. Fast zwei Jahre nach seiner Verabschiedung Anfang März 2023 und nach der förmlichen Annahme durch die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationenam 19. Juni 2023 haben zwar 107 Staaten das Abkommen unterzeichnet, docherst 17 haben es ratifiziert.Deutschland gehört nicht dazu. Als erste europäische Staaten ratifizierten Spanien am 4. Februar 2025 und Frankreich am 5. Februar das Abkommen.

Ohne BBNJ-Abkommen keine Meeresschutzgebiete auf der Hohen See

„Ein wirksames Hochseeschutzabkommen ist entscheidend für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See. Der Schutz der marinen Biodiversität und der Erhalt gesunder Ozeane und damit des Lebens auf der Erde kann nur mit umfassendem Meeresschutz gelingen. Dazu ist es mitentscheidend, dass Deutschland, das als eines der ersten Länder das BBNJ-Abkommen unterzeichnet hat und damit zu den Wegbereitern für das Zustandekommen des Abkommens gehört, es auch ratifiziert“, erklärt Ulrich Karlowski, Biologe der Deutschen Stiftung Meeresschutz.

Die Hohe See – Marine Areas Beyond National Jurisdiction (ABNJ)

Von Ausnahmen abgesehen, beginnt die Hohe See ab der 200-Seemeilen-Grenze (ca. 370 Kilometer) der Küstenstaaten.AlsMarine Areas Beyond National Jurisdiction (ABNJ) steht die Hohe See außerhalb der Gerichtsbarkeit von Nationalstaaten. Sie ist ein „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Ihre natürlichen Ressourcen gehören allen, und alle Nationen sollen sie sorgsam und verantwortungsvoll nutzen. Alle Meereslebewesen, die in diesem Gebiet leben, bezeichnet man daher alsBiodiversity Beyond National Jurisdiction (BBNJ).

Meilenstein für den internationalen Meeresschutz

Das UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ-Abkommen) schafft einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Hohen See. Dabei galt es, die zahlreichen bereits existierenden Regelungen zum Management natürlicher Ressourcen sektorenübergreifend zu bündeln. Es soll die schwierige Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See erleichtern und gilt als ein Meilenstein für den internationalen Meeresschutz. Die Arbeiten an dem Abkommen reichen bis ins Jahr 2002 zurück.

Zum Hintergrund:
Das BBNJ-Abkommen ist eines von drei das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) oder UN Convention on the Law of the Sea (UNCLOS) ergänzenden Umsetzungsabkommen.

Erst, wenn 60 Staaten das BBNJ-Abkommen (BiodiversityBeyondNationalJurisdiction) ratifiziert haben und die 60. Ratifikationsurkunde hinterlegt ist, kann das Abkommen 120 Tage danach in Kraft treten.

Deutschland scheinheilig beim Meeresschutz

Deutschland unterschrieb das BBNJ-Abkommen zwar als eines der ersten von mittlerweile 107 Ländern. Danach tat sich jedoch nichts mehr.

„Außenministerin Baerbock sprach nach der Unterzeichnung von einem ‚Hoffnungsschimmer für die ganze Welt‘ und Umweltministerin Lemke von einem ‚historischen Tag für den Schutz der Meere‘. Für den Erhalt des Lebens in unseren Küstengewässern wäre viel gewonnen, wenn Deutschlandmehr als nur schöne Wortein die Waagschale werfen würde. Es ist armselig, was Deutschland im Meeresschutz umsetzt“, betont Karlowski.

In deutschen Küstengewässern von Nord- undOstsee existiert Meeresschutz größtenteils nur auf dem Papier. Nicht einmal kleine Verbesserungen wie ein Verbot der desaströsenGrundschleppnetzfischereiin Meeresschutzgebieten, wie es die EU vorgeschlagen hat, sind bei uns vollumfänglich realisierbar.

Energie & Umwelt
[lifepr.de] · 06.02.2025 · 13:17 Uhr
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