Kartoffelsalat zu Weihnachten: Preissenkung überrascht Verbraucher
Inmitten besinnlicher Weihnachtsvorbereitungen gibt es gute Nachrichten für die Anhänger des traditionellen Festessens: Der Kartoffelsalat mit Würstchen, einer der Lieblinge des Weihnachtsabends, wird in diesem Jahr etwas günstiger angeboten. Lag der durchschnittliche Preis für die Variante mit Mayonnaise im letzten Jahr noch bei 7,29 Euro, verzeichnen aktuelle Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nun einen Preis von 7,10 Euro. Diese Analysen stützen sich auf Datenmaterial der Supermarktkette Rewe und basieren auf traditionellen Rezepten für vier Personen.
Interessanterweise differiert der Preis je nach Region erheblich. Während Verbraucher im Landkreis Wesermarsch (Niedersachsen) mit einem Durchschnittspreis von 8,05 Euro für die Mayonnaise-Version deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, können sich Bewohner des Ruhrgebiets über günstigere Preise freuen. In Oberhausen genießen Liebhaber des Gerichts ihr Festessen bereits für 6,94 Euro. Auch in Ostdeutschland bleibt der Preis erfreulich stabil, beispielsweise in Brandenburg, wo er ebenfalls unverändert bei 6,94 Euro liegt.
Der IW-Bericht hebt hervor, dass die Mayonnaise-Variante im bundesweiten Vergleich rund drei Prozent günstiger ist als im Vorjahr. Wer hingegen zur Essig-Öl-Version greift, spart noch mehr: Diese Variante ist etwa fünf Prozent günstiger und kostet im Durchschnitt 5,93 Euro. Trotzdem bleibt das Preisniveau höher als 2021, als der sogenannte Kartoffelsalat-Index erstmals erfasst wurde, mit damaligen Preisen zwischen 5,05 und 6,24 Euro.
Der IW-Ökonom Christoph Schröder betont, dass die Lebensmittelpreise in der Vorweihnachtszeit, entgegen allgemeinen Erwartungen, kaum gestiegen sind. Insbesondere die Preise für Gemüse, Obst und Fleisch sind merklich gesunken, was sich ebenfalls positiv auf die Kosten für selbstgemachten Kartoffelsalat auswirkt. Eine Umfrage von YouGov verdeutlicht die Beliebtheit: Bei 26 Prozent der Deutschen kommt das Gericht an Heiligabend auf den Tisch, weit vor Fleischspeisen wie Braten, Gans und Raclette.

