Kanzler Merz: Zwischen Erfolg und Herausforderung
Die besinnliche Weihnachtszeit lädt traditionell zur Reflexion ein – auch für Spitzenpolitiker wie Kanzler Friedrich Merz. In den vergangenen Monaten hat Merz ein arbeitsintensives Programm durchlaufen, das selbst die Jüngeren schlauchen würde. Mit alarmierend langen 18-Stunden-Tagen jongliert Merz geschickt zwischen den komplexen Themen Krieg und Frieden sowie den diplomatischen Schauplätzen Brüssel und Berlin. Dabei zeigt sich, dass sowohl internationale als auch nationale Politik ein anstrengendes Terrain sind, auf dem nicht immer alles nach Plan verläuft.
Allerdings ist die hastige Vorliebe mancher Medien, sofort eine "Kanzlerdämmerung" zu proklamieren, symptomatisch für ein breiteres gesellschaftliches Problem in Deutschland: die Faszination am Scheitern. Statt sich in Pessimismus zu verlieren, sollte der Fokus darauf liegen, den Kanzler in den bevorstehenden Herausforderungen zu unterstützen. Schließlich sitzen alle im selben Boot: wenn Merz scheitert, zieht er das Land mit in die Untiefen. Ein gemeinschaftliches Rudern könnte an dieser Stelle Wunder bewirken.

