Selenskyj ernennt neuen Stabschef: Kyrylo Budanow übernimmt Präsidialbüro

Kyrylo Budanow, der bisherige Kopf des ukrainischen Militärgeheimdiensts, nimmt nun die Position des Leiters des Präsidialbüros in Kiew ein. Damit wird er zur neuen rechten Hand von Präsident Wolodymyr Selenskyj, nachdem der frühere Amtsinhaber Andrij Jermak aufgrund eines Korruptionsskandals kürzlich zurücktreten musste. Budanow, bekannt für seine führende Rolle in vielen erfolgreichen Operationen gegen russische Kräfte, gilt als zentrale Figur mittendrin im strategischen Kampf gegen die russische Invasion.
Budanow, ein Generalmajor, spielte entscheidende Rollen bei Angriffen auf die strategisch wichtige Krim-Brücke und bei Operationen gegen hochrangige Militärs in Moskau. Nach seiner Ernennung kündigte er an, die Ukraine weiterhin mit vollem Einsatz zu verteidigen und für nachhaltigen Frieden zu arbeiten. Seine militärischen Erfolge machen ihn äußerst populär in der Ukraine.
Gleichzeitig kündigte Selenskyj an, dass Oleh Iwaschtschenko, bisheriger Chef des Auslandsgeheimdienstes, die Führung des HUR übernehmen wird. Iwaschtschenko soll insbesondere daran arbeiten, die wirtschaftlichen Gewinne Russlands zu minimieren, insbesondere die Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Dies steht im Kontext der fortlaufenden Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur und deutlich verschärfter Sanktionen.
Russland wirft der Ukraine weiterhin vor, Drohnenangriffe auf Kreml-Residenzen geplant zu haben, was Kiew entschieden zurückweist. Die Ernennung Budanows kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da internationale Gespräche zur Unterstützung der Ukraine bevorstehen. Sicherheitsberater aus 15 Ländern sowie EU- und Nato-Vertreter planen Treffen, um den weiteren Weg der Ukraine im Krieg gegen Russland zu erörtern.
Zudem stehen Beratungen der Generalstabschefs an, gefolgt von einem Gipfeltreffen in Paris, bei dem Budanow eine Schlüsselrolle spielen wird. Russland hat scharf auf die Ernennung reagiert, bezeichnet Budanow als 'Terroristen' und erhebt Vorwürfe gegen ihn und Präsident Selenskyj. Die Spannungen bleiben hoch, insbesondere nachdem Russland Anschuldigungen über Angriffe auf den russischen Präsidenten zurückgewiesen hat. Die Kämpfe dauern an, wie jüngste Angriffe auf die Stadt Charkiw zeigen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.

