Kanzler Merz über den Ukraine-Krieg: Realismus statt Optimismus
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich in Bezug auf den Krieg in der Ukraine wenig optimistisch und sieht nur geringe Chancen für eine rasche Beilegung durch Verhandlungen. In einem Gespräch mit den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft und der 'Rheinpfalz' äußerte sich der CDU-Vorsitzende skeptisch und betonte, dass der Konflikt seiner Meinung nach erst enden wird, wenn eine der beiden Parteien erschöpft ist - sei es militärisch oder ökonomisch.
Mit Bezug auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärte Merz: 'Vernunft und humanitäre Argumente werden Putin nicht überzeugen. Das ist die bittere Wahrheit.' Europa müsse daher darauf hinarbeiten, dass Russland den Krieg weder militärisch fortführen noch ökonomisch finanzieren kann.
Merz ist der Ansicht, dass die russische Führung auf absehbare Zeit nicht ohne Krieg auskommt, da sie keinen Plan für die Heimkehr der schwer traumatisierten Soldaten habe. Der Kanzler beschreibt Russlands momentanen Zustand als zutiefst barbarisch und sieht keine kurzfristigen Veränderungen am Horizont. 'Damit müssen wir uns abfinden', so Merz. Trotz der fast vier Jahre andauernden Verteidigung der Ukraine gegen russische Angriffe bleibt die Situation angespannt, wobei kürzliche Verhandlungen in Genf keine greifbaren Details über einen möglichen Friedensschluss hervorgebracht haben.

