Kanzler Merz lehnt Steuererhöhungen für Mittelstand entschieden ab
Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hat sich klar gegen Steuererhöhungen für mittelständische Unternehmen ausgesprochen. Auf einer Parteiveranstaltung in Niedersachsen betonte er, dass es unter seiner Regierung keine Anhebung der Einkommenssteuer für diese Betriebe geben werde. Er kritisierte Ansätze innerhalb der SPD, die einer Diskussion über Steuererhöhungen offen gegenüberstehen. Im Gegensatz zu Merz erklärte Vizekanzler Lars Klingbeil von der SPD kürzlich, dass Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Vermögende nicht ausgeschlossen seien. Die aktuellen Überlegungen basieren auf den erheblichen finanziellen Defiziten, die im Bundeshaushalt der kommenden Jahre erwartet werden.
Merz zeigte sich zudem unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen der Koalition aus CDU und SPD. Er lobte erste Schritte in der Migrationspolitik und wirtschaftliche Wachstumsimpulse, äußerte jedoch die Hoffnung auf eine stärker industriefreundliche und migrationskritische Zusammenarbeit.
Ein weiteres Anliegen von Merz ist die Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Koalition. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen äußerte Merz die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Sozialpolitik. Er bekräftigte, dass der aktuelle Sozialstaat aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht mehr tragfähig sei, und plädierte für mutige Reformen. Am Ende appellierte Merz an die Koalition, den Ballast der Vergangenheit abzulegen und gemeinsam die dringenden Reformen anzugehen, die Deutschland zukunftsfähig machen sollen.

