Kanzler Merz im Kreuzfeuer der Kritik: Union uneins über Rüstungsexportstopp nach Israel
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sich internem Widerstand gegenüber, nachdem er kürzlich einen partiellen Stopp der Rüstungsexporte nach Israel angekündigt hat. Trotz der kontroversen Reaktionen aus der eigenen Partei hält Merz an seiner Entscheidung fest, die er in den ARD-'Tagesthemen' energisch verteidigte. Dagegen formiert sich Widerstand, insbesondere von Seiten des CSU-Politikers Stephan Mayer. Dieser äußerte nach internen Beratungen Verständnis für die Sorgen des Kanzlers über die humanitäre Lage im Gazastreifen, doch zweifelt er an der Wirksamkeit eines solchen Exportstopps.
Mayer, ein Mitglied der außenpolitischen Arbeitsgruppe der Unionsfraktion, zeigte sich skeptisch, ob der Stopp tatsächlich zur Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln beiträgt oder die humanitäre Situation verbessert. Die Entscheidung, obgleich vorläufig, bleibt ein Zankapfel innerhalb der Union, wobei Mayer vorsichtige Hoffnung äußerte, dass eine Revision in naher Zukunft möglich sein könnte.
Die jüngste Debatte beleuchtet nicht nur die unterschiedlichen Auffassungen innerhalb der Unionsfraktion, sondern stellt auch die Frage in den Raum, wie Deutschland seine Rolle in der komplexen geopolitischen Lage im Nahen Osten definiert. Während Merz die Verantwortung für die Entscheidung eindringlich auf seine Schultern nimmt, bleibt abzuwarten, ob ein interner Konsens gefunden wird oder ob die Risse innerhalb der Union weiter vertieft werden.

