Kanzler Merz fordert humanitäre Lösungsansätze für den Gazastreifen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Sommer-Pressekonferenz klare Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen geäußert. Er betonte, dass die aktuelle Lage 'nicht mehr akzeptabel' sei und Deutschland auf eine Feuerpause sowie umfassende humanitäre Unterstützung für die betroffenen Menschen drängt.
Merz pflegt in dieser Angelegenheit einen intensiven Dialog mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Deutschland leistet bereits humanitäre Hilfe und signalisiert seine Bereitschaft, diese auszubauen – vorausgesetzt, die israelische Regierung ermöglicht eine koordinierte Unterstützung.
Während der Kanzler die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel ablehnt, weist er eine Gleichsetzung des israelischen Handelns mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine entschieden zurück. Merz argumentiert, dass Russland einen völkerrechtswidrigen Krieg führt, während Israel auf einen Angriff reagiert.
Der Hintergrund der aktuellen militärischen Eskalation ist der Angriff der Hamas und weiterer islamistischer Terrororganisationen auf Israel am 7. Oktober 2023. Bei dem Überraschungsangriff wurden etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza entführt.

