Kanzler Merz erhält Lob von US-Senator Lindsey Graham für Iran-Position
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen eindeutige Stellungnahme zur aktuellen Lage im Iran gewürdigt. Mit einem anerkennenden Lob für Merz' Prognose zum möglichen Sturz des iranischen Regimes, brachte Graham seine eigene Sichtweise zum Ausdruck. Er hob hervor, dass Merz in der Geschichte einen besonderen Platz verdiene, da dieser schon während einer Reise in Indien Mitte Januar den bevorstehenden politischen Umbruch im Iran vorausgesehen habe. Merz hatte im Hinblick auf die andauernden Massenproteste im Iran festgestellt, dass das Regime am Ende sei, sofern es seine Macht nur noch mit Gewalt sichern könne.
Graham, ein Vertrauter von Ex-Präsident Trump und einer der erfahrensten US-Außenpolitiker, äußerte seine Wertschätzung nicht nur gegenüber Merz, sondern auch gegenüber dem britischen Premierminister Keir Starmer. Beide Politiker hätten seiner Meinung nach einen klaren Blick auf Donald Trump. Dieser positive Eindruck entstand auf Basis vertraulicher Gespräche, die Graham am Rande der Konferenz führte. Der US-Senator, der selbst ein vehementer Unterstützer eines politischen Wandels im Iran ist, untermauerte diese Haltung als Gastredner bei einer Großdemonstration in München, die von oppositionellen Gruppen organisiert wurde.
Mit Blick auf europäische Sicherheitsinteressen zeigte sich Graham auch gegenüber den Gesprächen zwischen Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einem verstärkten nuklearen Schutzschirm gelassen. Für ihn steht die Notwendigkeit der nuklearen Abschreckung außer Frage. Er betonte, dass es wichtig sei, die verloren gegangene Abschreckungskraft zurückzuerlangen, und hob die Bedeutung einer standfesten NATO hervor.

