Kanzler Merz appelliert für digitale Unabhängigkeit Europas
Friedrich Merz, Bundeskanzler und führende Stimme der CDU, setzt sich engagiert für die digitale Souveränität Europas ein. Beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Arnsberg unterstrich er die Notwendigkeit, Europas Abhängigkeit von amerikanischen und chinesischen Tech-Giganten zu verringern. Der Kanzler zeigte sich überzeugt, dass dies durch eine enge Kooperation mit europäischen Partnern erreichbar sei.
Merz betonte, dass Deutschlands Weg zur digitalen Unabhängigkeit nicht allein gestaltet werden könne, sondern vielmehr von einem kollektiven europäischen Ansatz abhänge. Vor allem im Hinblick auf Rechenzentren und Cloud-Lösungen in Deutschland sieht er Handlungsbedarf und versprach, sich intensiv dafür einzusetzen, Abhängigkeiten auch in digitalen und verteidigungstechnischen Belangen zu minimieren.
Ein besonderes Augenmerk legte der Kanzler auf bestehende und künftige Investitionen in Deutschland. Er erwähnte stolz den Supercomputer Jupiter in Jülich, der als der schnellste Rechner Europas Innovationen in Bereichen wie KI-Training und wissenschaftliche Simulationen ermöglicht. Des Weiteren lobte Merz die umfangreichen Investitionen der Schwarz-Gruppe, der Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, die elf Milliarden Euro in ein neues Rechenzentrum in Brandenburg investieren.
Derzeit dominiert der amerikanische Einfluss den Internetmarkt Europas, unterstützt von chinesischer Technologie. Gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Vertretern der EU wird der Weg zur digitalen Selbstständigkeit aktiv diskutiert. Kanzler Merz beabsichtigt, die staatlichen Anschaffungen stärker auf europäische Angebote auszurichten, um ihnen somit eine echte Chance im Wettbewerb zu geben.
In einer motivierenden Botschaft an die etwa 500 anwesenden Vertreter der regionalen Wirtschaft appellierte Merz, dass der private Sektor ebenfalls die Vorteile europäischer Innovationsmöglichkeiten ergreifen sollte.

