Kalifornien plant Milliarden-Aufstockung des Wildfire-Fonds: Stromkunden in der Pflicht
Der kalifornische Wildfire-Fonds, der Schadensersatzforderungen bei von Versorgungsunternehmen verursachten Bränden deckt, soll zur Stabilisierung um weitere 9 Milliarden US-Dollar aufgestockt werden. Die zusätzlichen Mittel resultieren aus einem Gesetzesentwurf, der das Ergebnis von intensiven, jedoch intransparenten Verhandlungen darstellt.
Im Fokus stehen die drei großen Energieversorger des Staates, darunter Southern California Edison. Diese Unternehmen drängten auf Legislative, um den Fonds zu sichern, aus dem unter anderem Schäden des verheerenden Eaton-Feuers gedeckt werden sollen, das im Januar zahlreiche Menschenleben forderte und Altadena großflächig zerstörte.
Vor Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung, bekannt als Senate Bill 254, waren die Verbraucher bereits mit einer monatlichen Gebühr belastet, welche 10,5 Milliarden Dollar zum ursprünglichen Fonds beitrug. Sollte der Entwurf genehmigt werden, verlängert sich diese Gebühr um zusätzliche 10 Jahre über das ursprünglich vorgesehene Ablaufdatum 2035 hinaus. Ergänzend sollen die Aktionäre der Unternehmen ebenfalls 9 Milliarden Dollar beisteuern, was insgesamt 18 Milliarden Dollar in den Fonds einbringt.
Obgleich die neuen Regelungen der Legislative unter dem Einfluss der bevorstehenden Sitzung beschlossen werden sollen, sind Verbraucherorganisationen und Umweltschutzgruppen noch damit beschäftigt, die weitreichenden Bestimmungen des umfassend geänderten Entwurfs zu durchdringen. Mark Toney von der Utility Reform Network äußerte sich besorgt über die zusätzlichen Belastungen für die Verbraucher, erkannte jedoch Sparmaßnahmen, die durch öffentlich finanzierte Projekte langfristig entlastend wirken könnten.
Versicherte Schäden durch das Eaton-Feuer könnten bereits bis zu 15,2 Milliarden Dollar betragen, warnen staatliche Prognosen. Edison International und andere beteiligte Versorger verzeichneten positive Kursentwicklungen infolge der Berichterstattung über den Entwurf. Die Einzelverantwortung für das Feuer wird derzeit intensiv ermittelt.

