Käserevolution in den USA: Milliardeninvestitionen in Produktion von Käse
Die Nachfrage nach Käse in den Vereinigten Staaten kennt offenbar keine Grenzen. Dies belegen milliardenschwere Investitionen der Produzenten, die darauf setzen, dass Amerikas Käselust anhaltend wächst. Seit das US-Landwirtschaftsministerium 1975 mit der Überwachung des Käsesektors begann, hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse mehr als verdoppelt und liegt heute bei etwa 19 Kilogramm pro Jahr. Das übertrifft den Verbrauch von Butter, Speiseeis und Joghurt zusammengenommen.
Nach Angaben der International Dairy Foods Association machen Käsefabrikationsanlagen mehr als die Hälfte der 8 Milliarden Dollar aus, die zwischen 2023 und 2026 in neue Projekte im US-Molkereisektor investiert werden sollen.
Ein prominentes Beispiel ist die Great Lakes Cheese Co., die über 700 Millionen Dollar in eine neue Anlage in New York investiert, um den Milchverbrauch des Unternehmens zu verdoppeln. Lactalis USA weitet seine Produktion ebenfalls aus und setzt auf ein „großes Investment“, um die Kapazität für Feta-Käse in einer kalifornischen Einrichtung zu erhöhen. Hintergrund ist die gestiegene Nachfrage nach dem in Lake getränkten Käse, befeuert durch mehr häusliches Kochen und ein virales Rezept für gebackene Feta-Pasta.
Auch Sargento Foods zeigt Innovationsfreude: Gemeinsam mit Mondelēz International will das Unternehmen kleine Käsehappen zusammen mit Chips Ahoy! Cookies und Teddy Grahams in praktischen Snack-Packs anbieten. Zusätzlich hat Sargento kürzlich zwei seiner Werke in Wisconsin modernisiert. „Es wäre schwer, durch eine unserer Anlagen zu gehen, ohne über ein ‚Under Construction‘-Schild zu stolpern,“ so Rod Hogan, Innovationschef von Sargento Foods.

