JPMorgans angebliche Leerverkaufstrategie (MSTR): Warum ein Kursanstieg von 50% große Probleme verursachen könnte

Strategy, ehemals bekannt als MicroStrategy, der größte öffentliche Bitcoin (BTC)-Inhaber, befindet sich im Zentrum einer stürmischen Kontroverse, an der JPMorgan beteiligt ist, während die Bitcoin-Preise weiterhin schwächeln.
Angesichts der Anzeichen eines potenziellen Bärenmarktes deuten neue Gerüchte darauf hin, dass eine der größten Banken der Welt angeblich eine signifikante Short-Position auf die Aktie von Strategy (MSTR) hält, die um 69% von ihrem Rekordhoch von 543 $ pro Aktie im letzten Jahr gefallen ist.
Strategy droht MSCI-Ausschluss
Der Aufruhr eskalierte letzte Woche, als JPMorgan eine Warnung veröffentlichte, dass Strategy bald aus wichtigen Aktienindizes, insbesondere dem MSCI USA Index, entfernt werden könnte.
JPMorgans Analysten stellten fest, dass die Probleme von Strategy über den jüngsten Rückgang der Kryptowährungspreise hinausgehen, bei dem Bitcoin mehr als 30% von seinen Allzeithochs gefallen ist.
Zum Zeitpunkt dieses Schreibens wird Bitcoin bei etwa 86.000 $ gehandelt, während der breitere Kryptomarkt in den letzten Monaten einen Rückgang der gesamten Marktkapitalisierung um erstaunliche 1 Billion $ erlebte.
JPMorgans Analysten wiesen darauf hin, dass MSCI erwägt, ob Unternehmen mit über 50% ihrer gesamten Vermögenswerte in digitalen Währungen für die Aufnahme in traditionelle Aktienindizes in Frage kommen sollten. Angesichts der starken Gewichtung von Strategy's Bilanz mit Bitcoin besteht ein erhebliches Risiko des Ausschlusses.
Die Analysten gaben an, dass „MicroStrategy [ist] at risk of exclusion from major equity indices as the January 15th MSCI decision approaches.“ Sie spekulierten, dass ein Ausschluss aus dem MSCI etwa 2.8 Milliarden $ an Abflüssen auslösen könnte und wenn andere Indexanbieter dem Beispiel von MSCI folgen, könnte die Gesamtzahl bis zu 8.8 Milliarden $ erreichen.
Die Situation wird durch Marktdynamiken, insbesondere dem Timing des bärischen Berichts von JPMorgan kompliziert, der mit der Schwäche von Bitcoin und dem Rückgang von MSTR zusammenfiel, während die Liquidität dünn und die Gesamtstimmung fragil war.
JPMorgan sieht Anstieg von Kontoschließungen
Laut Analysten von Bull Theory wurde JPMorgan dafür bekannt, seine Marktberichte zu zeitlich perfekt abzustimmen – indem sie bei bereits schwachen Preisen bärisch werden, und eine bullische Note anschlagen, wenn die Märkte auf dem Höhepunkt sind.
Die Analysten betonten, dass die Aktienleihe für MSTR offenbar zugenommen hat, was es den Brokern ermöglicht, Aktien an Leerverkäufer zu verleihen, was den Abwärtsdruck auf den Aktienkurs verstärken kann.
Zusätzlich gibt es zunehmende Berichte über weitverbreitete Kontoschließungen bei JPMorgan, wobei Tausende behaupten, dass sie aufgrund der wahrgenommenen Manipulation von sowohl MSTR als auch Bitcoin ausgestiegen sind.
Inmitten dieser Entwicklungen wächst die Angst vor einem potenziellen Short Squeeze. Die Analysten glauben, dass wenn die Aktie von Strategy um etwa 40% bis 50% steigen würde, dies einen Short Squeeze in der Position der Bank auslösen und große finanzielle Schwierigkeiten bedeuten könnte.
Als Reaktion darauf hat Michael Saylor, der CEO von Strategy, versucht, die Identität des Unternehmens zu klären und betont, dass es sich nicht nur um einen passiven Bitcoin-Inhaber handelt. Er pointed out, dass Strategy als Softwareunternehmen mit einer aktiven Finanzstrategie operiert, und widerspricht somit der kursierenden Erzählung um die Bedenken von MSCI.

