JPMorgan-Chef Dimon kritisiert Trumps kostspielige Visa-Strategie
Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan, hat sich jüngst kritisch zu Donald Trumps Plan geäußert, für Visa-Anträge von hochqualifizierten ausländischen Arbeitskräften eine Gebühr in Höhe von 100.000 US-Dollar zu erheben.
In einem vielbeachteten Interview mit CNBC in Mumbai erklärte Dimon, er unterstütze eine auf Verdiensten basierende Einwanderung und rechne mit Widerstand von Seiten der Arbeitgeber, die auf das H-1B-Programm angewiesen sind.
Dimon betonte zudem, dass die Kontrolle der Grenzen durch den Präsidenten zwar lobenswert sei, doch sei es ebenso wichtig, eine vernünftige Einwanderungspolitik sicherzustellen.
Er unterstrich, dass viele Unternehmen H-1B-Visa benötigen, um auf das Know-how internationaler Fachkräfte zurückgreifen zu können, und erwarte deshalb, dass zahlreiche Unternehmen sich an die amerikanische Regierung wenden werden, um ihre Bedenken kundzutun.
Laut einer Analyse von Business Insider zählt JPMorgan zu den Spitzenreitern unter den Finanzunternehmen, die H-1B-Visa nutzen.
Die jüngst unterzeichnete Anordnung des Präsidenten, die am Freitag bekannt gegeben wurde, hat dazu geführt, dass Unternehmen wie JPMorgan, Goldman Sachs und Amazon ihren Mitarbeitern mit H-1B-Visa rieten, nicht zu reisen oder in die USA zurückzukehren, falls sie sich bereits im Ausland befinden.
Um die Gemüter zu beruhigen, stellte die Trump-Administration später klar, dass die Gebühr nur für zukünftige Visa-Anträge gelten würde.
Doch diese überraschende Regeländerung sorgte dennoch für Aufruhr in der Branche.
Dimon berichtete von zahlreichen Telefonaten, die am Wochenende im Zusammenhang mit der Anordnung geführt wurden.

