Jost Werke sammelt Kapital für Fusionen und Übernahmen ein

Der Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke hat erfolgreich frisches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien generiert. Das Unternehmen platzierte 1,49 Millionen neue Aktien im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens bei institutionellen Investoren zu einem Preis von 62,13 Euro pro Aktie, wie am Mittwochmorgen in Neu-Isenburg bekannt gegeben wurde. Diese Maßnahme brachte einen Bruttoerlös von etwa 93 Millionen Euro ein. Bereits am Dienstagabend hatte der Konzern die Erhöhung des Grundkapitals um zehn Prozent angekündigt.
Die im SDax gelistete Aktie fiel daraufhin am Mittwochvormittag um 3,5 Prozent und notierte zuletzt bei 63,10 Euro. Dennoch verzeichnet das Wertpapier seit Jahresbeginn einen Zuwachs von fast 17 Prozent.
Analyst Fabio Hölscher von Warburg Research begrüßt den Schritt und sieht Jost Werke in einer stärkeren Position für zukünftige Fusionen und Übernahmen. Der daraus resultierende Nettoerlös soll die finanzielle Flexibilität erhöhen, um im Einklang mit der Strategie "Ambition 2030" weitere Akquisitionen zu tätigen.
Besonders im Off-Highway-Bereich sieht Jost attraktive Möglichkeiten, die zur Stärkung der weltweiten Präsenz und des Kundenangebots beitragen können. Im Fokus des Unternehmens stehen dabei ein ausgewogenes Umsatzprofil sowie die Steigerung der Profitabilität und Widerstandsfähigkeit.
2025 übertraf der Konzern dank eines starken Schlussquartals die Erwartungen, unterstützt durch die Akquisition des Hydraulikspezialisten Hyva. Den Ausblick für 2026 plant Jost, zusammen mit einem Dividendenvorschlag, bei der Präsentation des Geschäftsberichts am 26. März vorzustellen.

